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Rasante Veränderungen
Der Mensch und die Erde
Ist der Mensch dabei, die Natur abzuschaffen? Thema der Sendung am 8. September.
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© ap Lupe
Yoga bewirkt eine homöostatische Regulation. Das ist die Fähigkeit des Körpers, im Gleichgewicht zu bleien.
Gesundheitliche Wirkung
Steigerung der Lebensqualität durch Yoga
Yoga tut gut. Wenn man es richtig praktiziert und eine für die eigenen Bedürfnisse geeignete Form gefunden hat, wirkt sich Yoga, über das reine Wohlfühlen hinaus, positiv auf die Gesundheit aus. Das ist mittlerweile erwiesen.
Der Psychologe Ulrich Ott von der Universität Gießen sagt: "Was die Physiologie angeht, haben wir die Wirkung auf das Herz-Kreislauf-System und auf die Atmung, das heißt, es gibt eine blutdrucksenkende Wirkung. Sie haben zwar während der Übung auch eine Beschleunigung der Herzrate oder auch eine Zunahme der Atemfrequenz, aber das ist wie eine Art Schaukel-Phänomen. Sie fordern zwar den Körper, aber danach kommen Entspannungsphasen, in denen man der Wirkung nachspürt. (...) Dadurch wird das ganze System, die ganze homöostatische Regulation, dynamisiert und verfeinert."

Homöostatische Regulation ist die Fähigkeit des Organismus, im Gleichgewicht zu bleiben. Yoga bewirkt so etwas wie einen "Anstoß zur Selbstheilung". So kommt es zustande, dass Menschen mit sehr unterschiedlichen Beschwerden durch regelmäßiges Üben Linderung und manchmal auch eine deutliche Besserung erfahren können. Aus diesem Grund ist Yoga auch seit vielen Jahren Gegenstand wissenschaftlicher Studien, in denen erforscht wird, wie es als therapeutisches Mittel für eine ganze Reihe an Krankheitsbildern eingesetzt werden kann, von psychischen Krankheiten über Multiple Sklerose bis hin zu ADHS oder Brustkrebs.

Gegen Angst, Schmerz und Depressionen
"Ein Bereich, in dem bisher schon viele Studien erschienen sind, ist der Bereich Brustkrebs. Bei den betroffenen Frauen nimmt das Körperbild sehr oft Schaden. Studien weisen darauf hin, dass Yoga hier sehr gut helfen kann, wieder ein Selbstbewusstsein zu entwickeln. Den Bereichen Angst, Schmerz und Depression, die mit vielen körperlichen Erkrankungen einhergehen, kann man gegensteuern, indem man durch Meditation und Yoga lernt, wieder eine positivere, annehmendere Haltung zu sich selbst und zu seinem Körper zu gewinnen", so Ulrich Ott.

Einig ist sich die Wissenschaft darin, dass Yoga insgesamt als therapeutische, aber auch präventive Methode gegen gesundheitliche Probleme sehr interessant ist. Der Bedarf an weiteren Studien, die genaueren Aufschluss bringen, ist sehr groß. Trotz alldem ist Yoga kein Wundermittel. Es stellt keine eigenständige Heilbehandlung dar, sondern wird ergänzend zu anderen therapeutischen Maßnahmen oder Medikamenten herangezogen. Zudem kann Yoga mit seinen Bestandteilen - Körperstellungen, Atemübungen, Tiefenentspannung und Meditation - eine Steigerung der Lebensqualität bewirken. So fördert es beispielsweise das Körperbewusstsein und die Fitness, ebenso wie die Koordination und die Fähigkeit zur Entspannung.

Sendedaten
scobel
donnerstags, um 21 Uhr, in 3sat
Sendung zum Thema
© mevYoga boomt
Buchtipp
© Iveka VerlagLupeWarum Yoga
von Imogen Dalmann, Martin Soder
Viveka 2012
ISBN-13: 978-3980949705
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