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© reuters Lupe
Erfolg versprechend ist Yoga gegen Schmerzen am Bewegungsapparat, Atemwegs- und Herzerkrankungen sowie gegen psychische Leiden.
Yoga statt Schulmedizin?
Patienten wenden sich Alternativmethoden zu
Die Schulmedizin bietet nicht für alle Krankheiten nachhaltige Heilung. Ihre Stärken liegen immer noch hauptsächlich im Bereich der Behandlung akuter Gesundheitsstörungen. Chronische Gesundheitsprobleme und solche, die durch Änderungen von mentalen Grundhaltungen beeinflussbar sind, können eher von der Alternativmedizin behoben werden.
Viele Patienten wenden sich deshalb alternativen Methoden wie der Homöopathie zu. Denn während die Schulmedizin versucht, mit chemischen Mitteln eine schnellere Heilwirkung zu erzielen, wird in der Homöopathie auf natürliche Heilmittel gesetzt, die die körpereigenen Abwehrkräfte unterstützen sollen. Der Heilungseffekt von Globuli ist zwar wissenschaftlich nicht erwiesen. Doch die Homöopathie hilft auch deshalb, weil der Behandelte und der Arzt daran glauben. Der Placeboeffekt spielt dabei eine wesentliche Rolle.

Einklang von Körper, Geist und Seele
Immer mehr Menschen, Patienten und auch Ärzte lenken zunehmend ihren Blick auf Yoga, der hindu-buddhistischen Lehre, die seit über drei Tausend Jahren in Indien praktiziert wird. Die Yogaphilosophie verkörpert einen ganzheitlichen Ansatz. Sie will Körper, Geist und Seele in Einklang bringen. Dafür werden im Yoga drei Hauptpraktiken angewandt: Körperübungen, also die Asanas, Pranayama, die richtige Atemtechnik und Kriyas, die innerlichen Reinigungen.

Besonders wichtig sind im Yoga Meditationsübungen, Dhyana genannt, sowie eine ausgefeilte Ernährungslehre, die auf vegetarischer Kost basiert. In der Yogalehre wird Gesundheit nicht als ein Zustand verstanden, sondern als Gleichgewicht, das fortwährend ausbalanciert werden muss - und dank Übung auch werden kann. Wegen ihrer vorbeugenden, gesundheitsfördernden Wirkung ist Yoga auch im Westen zum Massenphänomen geworden. Rund fünf Millionen Deutsche quer durch alle Alters- und Berufsgruppen rollen mittlerweile ihre Yogamatten aus.

Den Körper stärken, Lebensgewohnheiten ändern
Wissenschaftliche Untersuchungen stützen inzwischen die Annahme, dass Yoga nicht nur die Vitalität von Gesunden steigert, sondern auch eine heilsame Wirkung auf Kranke hat. Besonders Erfolg versprechend ist Yoga genau gegen jene Erkrankungen, die unsere Leistungsgesellschaft hervorbringt: Schmerzen am Bewegungsapparat, Atemwegs- und Herzerkrankungen sowie psychische Leiden wie Depressionen oder Burn-Out.

Als gesichert gilt, dass sich die Blutwerte verbessern, sich die Muskeln entspannen und die Gelenke geschmeidig werden. Auch das Immunsystem setzt sich erfolgreicher gegen Viren und Bakterien durch, sobald Yoga in den Heilungsplan aufgenommen wird. Yoga hilft, vorausgesetzt, es wird richtig ausgeübt.

Sendung zum Thema
© mevYoga boomt