Die Begegnung mit dem Bösen in der Wirklichkeit stellt oft alle Fiktionen in den Schatten. Wir können kaum begreifen, was in Magnus Gäfgen vorging, als er den elfjährigen Bankierssohn Jakob von Metzler in seine Wohnung lockte und anschließend tötete. Nachrichten über den "Kannibalen von Rotenburg", der sein Opfer ermordete und dann verspeiste, werden von einem Millionenpublikum "verschlungen". Auch der Fall Josef Fritzl gehört dazu: Rund 24 Jahre hielt er seine Tochter in einem unterirdischen Verlies gefangen, vergewaltigte sie und zeugte mit ihr sieben Kinder. Hier wird eine Grenze sichtbar, etwas Unfassbares.