Was einen an der Fragestellung, unabhängig von den wissenschaftlichen Ergebnissen, zunächst ärgern kann, ist die Haltung, die Musik nur indirekt aufwertet. Musik ist wertvoll, weil sie bei etwas hilft. Musik hilft, weil sie das Gehirn verändert, so lautet, stark verkürzt, die Argumentationskette. Dass Musik zu den herausragenden kulturellen Hervorbringungen des Menschen gehört, wird bei dieser Argumentation außer Acht gelassen. Mehr noch: Musik dient, im Alltag und in wissenschaftlichen Laboratorien, dazu, Gefühle und Einstellungen zu regulieren.