Der Thalamus, ein Areal im Zwischenhirn mit starken Verbindungen zur Großhirnrinde, ist der emotionale Filter. Er ist eine große Sortiermaschine, die Wichtiges und Unwichtiges trennt. Jeder Reiz wird hier mit gemachter Erfahrung verglichen. Die Welt und mit ihr die Anderen wird konstruiert, und somit abgegrenzt vom eigenen Selbst. So lebt jeder in einer eigenen Wirklichkeit. Dabei ist der subjektive Blick abhängig vom Gleichgewicht körpereigener Drogen. Sie sind antriebssteigernd, schmerzstillend, beruhigend, sexuell anregend, machen müde oder euphorisieren. Winzige Mengen von Substanzen sorgen für das Gleichgewicht der Welt.