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Wissenschaft am Donnerstag
Um 20.15 Uhr sehen Sie die Dokumentation:
Video
Erschwingliche Kunst: direkt aus der Galerie oder per Mausklick.
Click & Buy - Kunst im Internet
Online-Auktionen und virtuelle Museumsrundgänge bieten einen Zugang für jedermann
Das Internet verändert den Kunstmarkt. Denn Kunst ist nun virtuell für jeden einsehbar und konsumierbar. Ein Demokratisierungsprozess, der dem Kunstmarkt neue Konsumenten beschert.
Die Galerie LUMAS verkauft Fotografien in 100er Auflagen über das Internet. Dadurch sind die Preise günstig. Die Kunden ordern online, die Ware kommt per Post. Diese Strategie funktioniert gut. Der Pressesprecher von LUMAS sagt: "Wir sehen unser Konzept als eine Art Appetitmacher für die Kunst. Zu uns kommen viele Leute, die noch nie mit Kunst in Berührung gekommen sind. Vielleicht haben sie eine Art Schwellenangst, in eine Galerie zu gehen, weil sie denken, dass sie sich das nicht leisten können. Dann kommen sie zu LUMAS, sehen sofort und Preisschild und merken, dass sie es sich doch leisten können. Im besten Fall gehen sie dann mit einem Bild unter dem Arm raus."

Immer größeres Angebot lockt Kunden
Auf dem Editionsmarkt spielt LUMAS inzwischen eine führende Rolle. Vierzehn LUMAS Filialen gibt es, unter anderem in Paris, London und New York. Ein Erfolg, den die LUMAS Begründer einer innovativen Idee und einer mutigen Online-Offensive zu verdanken haben. "Als wir mit LUMAS angefangen haben, war Kunst über das Internet zu kaufen oder zu verkaufen überhaupt kein Thema. Das gab es überhaupt nicht. Nun entwickelt sich das immer mehr", so der Pressesprecher.

Mittlerweile ist das Angebot im Netz kaum noch zu überblicken. Künstler präsentieren ihre Werke auf eigenen Homepages. Galerien, Auktionshäuser und Künstlernetzwerke wollen ebenfalls partizipieren an den Milliardenumsätzen, die mit Kunst im Netz gemacht werden.

Keine Konkurrenz, sondern Ergänzung
Hans Neuendorf will mit dem Kunstportal "artnet" einen Überblick über den Kunstmarkt geben, will Preisentwicklungen transparenter machen und so den Handel vereinfachen. Er sagt: "Eine Konkurrenz zwischen dem Internet und dem konventionellen Kunsthandel gibt es nicht. Das Internet ist nur ein Kommunikationsmittel, das der Verbesserung, Beschleunigung und Verbilligung der Arbeit der Galerien und Auktionshäuser dient. Es ist keinesfalls so, dass es einen virtuellen Markt und einen realen Markt gibt. Der Markt bleibt, die Kunstwerke bleiben, die Kunsthändler bleiben, die Galerien bleiben und auch die Auktionshäuser bleiben. All das bleibt erhalten, aber alle benutzen das Internet, um schneller und besser zu kommunizieren."

Neuendorf gilt als Pionier des Online-Kunsthandels. Als renommierter Kunsthändler hatte er bereits 1999 den Sprung in die virtuelle Vermarktung gewagt. "Wir haben gemerkt, dass das Zutrauen sehr schnell wächst. Als wir das Warhol-Bild für 1,3 Millionen in unserer Auktion verkauft haben, war das überhaupt kein Problem. Wir haben von den Kunden, die bei unseren Auktionen kaufen, keine Beschwerden darüber gehabt, dass sie das Werk sehen wollen - oder die Rückseite. Nichts davon war der Fall", so Neuendorf.

Vorteile verdrängen Vorbehalte
Heute sind selbst die großen Auktionshäuser online. Die Vorbehalte dem Netz gegenüber sind längst der rasanten Entwicklung eines globalisierten und digitalisierten Marktes gewichen. Auch Museen bieten nicht mehr nur schlichte Informationen. Im "Google Art Project" finden sich 17 virtuellen Rundgänge durch Kunsttempel wie das MOMA, die Tate Britain, die Neue Nationalgalerie oder das Schloss Versailles.Längst können sich User von zuhause aus die berühmtesten Sammlungen der Welt anschauen.

1000 Gemälde zum Ran-Zoomen, in Nahaufnahmen von gigantischen 7-Milliarden-Pixeln. Gestochen scharfe Details, die man real so nie sehen würde. Allein in der ersten Woche klickten sich zehn Millionen Besucher durch die virtuellen Museen. Wer es sich leisten kann, wird auch weiterhin nicht auf den realen Museumsbesuch verzichten. Alle anderen können, egal wo sie sind, den Bildschirm nutzen.

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immer donnerstags um 21 Uhr in 3sat
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Über Erfolg in der Kunst