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Mediathek: Gert Scobel im Gespräch mit Margarete Mitscherlich.
Ein Gespräch mit Margarete Mitscherlich
Über verliebte Patienten und ihre Analytiker, Religion, Feminismus und mehr
Hitler, Freud, der Surrealismus und die Psychoanalyse - auch darüber sprach Gert Scobel mit der 93-jährigen Margarete Mitscherlich im vergangenen Jahr in der Schirn Kunsthalle Frankfurt, inmitten der Ausstellung "Surreale Dinge".
Die bekannteste und einflussreichste Psychoanalytikerin Deutschlands brachte gemeinsam mit ihrem Mann Alexander Mitscherlich in den 1960er Jahren die Psychoanalyse zurück nach Deutschland, nachdem die Nationalsozialisten die Ausübung der "jüdischen Wissenschaft" unmöglich gemacht hatten. Die Arbeit der Mitscherlichs am Frankfurter Sigmund-Freud-Institut prägte Generationen von Analytikern und Therapeuten.

"Erkenne dich selbst und erkenne deine Zeit", wird ihr als Leitsatz zugeschrieben. Denken war seit ihrer Kindheit, wie sie selbst feststellte, ihre größte Leidenschaft. Und ihre wichtigsten Lebensthemen: die Suche nach Wahrheit und Selbsterkenntnis mit Hilfe der Psychoanalyse.

Was beispielsweise hat die Psychoanalyse, die zur Selbsterkenntnis führt, mit Weisheit zu tun? Ist die Analyse eine typisch weibliche Tätigkeit? Welchen Einfluss hatte Freud auf die Kunst und die Surrealisten? Ist die Psychoanalyse selbst eine Art von Kunst? Und schließlich: Woran leiden die Menschen in unserer heutigen Gesellschaft eigentlich am meisten? Temperamentvoll, konfliktfreudig und hellwach stellte sich Margarete Mitscherlich diesen Fragen.

Programmänderung
13. Juni 2012, 22.25 Uhr

Erstsendung: 2. April 2011
Literatur
Die Radikalität des Alters
Margarete Mitscherlich
Fischer 2010
ISBN-13: 978-3100491169
Nachruf
© dpaGrande Dame der Psychoanalyse
Margarete Mitscherlich ist tot. Sie starb am 12. Juni 2012 mit 94 Jahren. Gemeinsam mit ihrem Mann zählte sie zu den bedeutendsten Intellektuellen im Nachkriegsdeutschland.
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