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Wissenschaft am Donnerstag
Um 20.15 Uhr sehen Sie die Dokumentation:
Video
Keine universell gültigen Gesetze
Es kann nur eine Annäherung an Wahrheit geben
Reduktionismus bedeutet, dass die Erklärung einer Wirkung immer auf der nächst unteren Ebene der Ursache zu finden ist. Von der Gesellschaft zu kleinen Gruppen zu Individuen zu Organen zur Chemie zur Physik und dann letzlich zu einigen eleganten und einfachen Gesetzen, die zufriedenstellend erklären, was die Welt im innersten zusammenhält. Aber so einfach ist das dann doch leider nicht.
So ist auch nach zwanzig Jahren Forschung noch nicht restlos geklärt, welche genetischen Schäden Volkskrankheiten wie Alzheimer, Bluthochdruck oder Diabetes begünstigen. Auch die Frage, wie das Leben entstand, ist ebenfalls nicht mit letzter Gewissheit zu belegen. Zwar sind die relevanten Bausteine mehr oder weniger bekannt, aber ihr komplexes Zusammenspiel und Neues, das sich daraus ergibt, geben uns Rätsel auf.

Keine ausnahmslos gültige Universalität
Das ist Emergenz: Die Eigenschaften einer komplexen Struktur, die nicht allein durch das genaue Untersuchen ihrer Einzelteile vorhergesagt werden können. Wir leben in einem Universum immer wieder entstehender Neuartigkeit. Ausnahmslos gültige Universalität und ausnahmslose Gültigkeit von Gesetzen für alles sind daher nicht zu erreichen. Wissenschaftliche Methoden ermöglichen lediglich eine Annäherung an die Wahrheit und Erkenntnisse von gestern müssen heute nicht mehr gelten. Es gilt also - bis aufs weitere - eine mit an Sicherheit grenzende Wahrscheinlichkeit.

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"scobel"
immer donnerstags um 21 Uhr in 3sat
Sendung zum Thema
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