Im Heidelberger Ionenstrahl-Therapiezentrum (HIT) wird eine gezielte Bestrahlung für Krebspatienten erforscht. Die Anlage ist so groß wie ein halbes Fußballfeld. Ein Teilchenbeschleuniger bringt Schwerionen und Protonen auf fast drei Viertel der Lichtgeschwindigkeit. Für die Bestrahlung mit den Teilchen muss der Patient exakt fixiert sein, damit der Ionenstrahl den Tumor präzise trifft. Bei der herkömmlichen Strahlentherapie mit Röntgenstrahlen, die durch den Körper hindurchgehen, wird das umliegende Gewebe beschädigt. Doch die beschleunigten Teilchen wirken so zielgerichtet, dass sie ihre Zerstörungskraft lediglich im Tumorgewebe entwickeln.