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Verantwortung
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Verantwortung zeigt sich in den Handlungen einzelner Menschen, aber auch in der Anlage von Institutionen und Gesellschaften. scobel-Thema am 11. August.
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Eine besondere Form von Demokratie im Land des Donnerdrachens.
"Bruttosozialglück" in Bhutan
Wohlergehen für alle ist die Staatsphilosophie
Das Himalaja-Königreich Bhutan hat im März 2008 offiziell den Übergang zur Demokratie vollzogen. Beide Parteien bekennen sich zum Königshaus sowie zur Staatsphilosophie vom "Bruttosozialglück" - einer Mischung aus nachhaltiger Entwicklung, geistigem Wohlergehen und Bewahrung kultureller Identität.
"Aufschwung durch Gerechtigkeit", forderte die Harmonie-Partei Bhutans (DPT). "Wohlergehen für alle" plakatierte die einzige Konkurrentin, die Volksdemokratische Partei (PDP) auf eigens für die Wahl aufgestellten Infotafeln. Beide Parteien sind mit ähnlichen Zielen und ähnlichen Programmen ins Rennen gegangen, die Slogans wirken austauschbar.

Das Ergebnis der historischen Abstimmung zur Nationalversammlung: Fast 80 Prozent der gerade einmal 318.465 Wahlberechtigten haben von ihrem Wahlrecht Gebrauch gemacht und der Harmonie-Partei Bhutans mit 44 von 47 gewonnenen Mandaten einen Erdrutschsieg beschert.

Hinter dem politischen Wandel der einstmals absoluten Monarchie steht König Jigme Singye Wangchuck. Bereits vor vier Jahren hat er angekündigt, Wahlen abzuhalten und den Weg in eine konstitutionelle Monarchie zu ebnen. Auch sein Sohn, Kronprinz Jigme Khesar Namgyel Wangchuck, der die Amtsgeschäfte Ende 2006 übernahm, setzt die Politik der Demokratisierung und schrittweisen Öffnung Bhutans fort. Die Untertanen allerdings sind sich trotz hoher Wahlbeteiligung noch unsicher, was ihnen die neue Freiheit bringen wird.

"Unsere Gesellschaft ist auch ohne Demokratie stabil. Wir sind glücklich unter der Monarchie", erklärt ein pensionierter Armeeoffizier im indischen Fernsehen. Eine der Befürchtungen ist, dass die Korruption - wie in anderen Ländern der Region - um sich greifen könnte, wenn gewählte Politiker am Ruder sind. Aber der König werde schon wissen, was gut ist für sein Volk, so der Offizier.

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