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Programmübersicht
21.10. bis 25.10.2012
Das Böse
"Das Böse ist," so Nietzsche, "des Menschen beste Kraft". Es ist untrennbar mit der Freiheit verbunden. Der Mensch entscheidet über das, was gut und böse ist. Es ist aber auch vieldeutig, mehrschichtig - und damit irgendwie faszinierend.
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Was wir wollen, Teil 1
Die Suche nach Glück: Liebe, Lust und Wahrheit
Nichts ist so individuell wie unsere sinnlichen Erfahrungen - und trotzdem suchen wir nach allgemeingültigen Regeln.
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SehnSucht
Jede Sehnsucht ist eine Suche.
Wo Leere ist, herrscht Sehnsucht. Wer Mangel empfindet, sehnt sich nach Erfüllung. Das weiß auch der Bergsteiger, der beim Abstieg ins Tal schon an den nächsten Gipfel denkt.
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Von Sucht und Sehnsucht
Jede Sehnsucht ist eine Suche.
Wo Leere ist, herrscht Sehnsucht. Wer Mangel empfindet, sehnt sich nach Erfüllung. Das weiß auch der Bergsteiger, der beim Abstieg ins Tal schon an den nächsten Gipfel denkt.Es ist nicht der Berg, der ihn reizt sondern, das Gefühl der Gefahr, das über sich, die eigen Existenz, Hinauswachsen.
Die Griechen nannte es die Epithymia, ein intensiv gefühltes Verlangen. Thymós bedeutet eigentlich Sturm, Bewegung, Lebenskraft. Desiderium, der lateinische Begriff, meint einen brennenden Wunsch und ist von sidus, dem Gestirn, abgeleitet. Die römischen Philosophen sprechen von einem fast qualvoll erlebten Begehren nach etwas, das genauso wenig greifbar ist wie die Sterne. Man kann den Blick auf sie richten, ergreifen kann man sie nicht.

„Der sensible Mensch leidet nicht aus diesem oder jenem Grunde, sondern ganz allein, weil nichts auf der Welt seine Sehnsucht stillen kann. Die menschliche Realität ist von Natur aus unglückliches Bewusstsein ohne mögliche Überschreitung des Unglückszustands. Der Mensch ist ein Drama.“ erklärt Jean Paul Sartre und weist den Weg von der Sehnsucht in die Sucht. Sehnsucht, so definiert Kant ist der leere Wunsch, die Zeit zwischen dem Begehren und Erwerben des Begehrten vernichten zu können. Sie verhält sich konträr zur Hoffnung, denn wenn Hoffnung enttäusch oder über lange Zeit nicht erfüllt wird, stellt sich die Sehnsucht ein. Wird sie drängend, kann sie umschlagen in Sucht.

Auch hinter der Suche nach Wahrheit selbst, verbirgt sich eine Sehnsucht, die Sehnsucht nach Wahrhaftigkeit und Unvergänglichkeit. Fichte versteht Sehnsucht als Trieb, mit dem Unvergänglichen vereinigt zu werden und zu verschmelzen, als selbstreflexive Tätigkeit des Ich. Hegel spricht noch vom Streben nach dem unwandelbaren Wesen, von Sehnsucht nach dem Paradies. Die Sehnsucht überschreitet das bestehende, die Realität, sie zielt über das Endliche hinaus. Die Schwelle, die die Sehnsucht überschreitet, ist die vom Wirklichen zum Möglichen, sei es, um eine bedrückende Wirklichkeit, eine Unmöglichkeit von Andersheit hinter sich zu lassen, oder um einfach der Leidenschaft für all das Mögliche, das nicht schon wirklich ist, zu frönen.

Der Philosophieschwerpunkt „SehnSucht“ beschäftigt sich mit dem Spannungsfeld zwischen Sehnsucht und Sucht, mit Grenzüberschreitungen und ihren Entgleisungen.

Specials
Im Rausch der Gefühle
Schmerzliches Verlangen - so wird Sehnsucht beschrieben. Aber dieses Sehnen, ob nach einem Menschen, einer Sache oder einem bestimmten Zustand, kann zur Sucht werden, die letztlich den Menschen an die Grenzen seiner Persönlichkeit treibt.