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Dienstag, 20. April
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Die Begeisterung für Fahrzeuge in dem aufstrebenden Land ist ungebrochen.
China gibt Gas (Teil 1)
aus der Reihe "über:morgen" - Das Zukunftsmagazin
China ist Heimat von 1,3 Milliarden Menschen und 100 Millionen zugelassenen Autos. Bereits 500 Millionen Chinesen haben den Aufstieg in den kleinen Wohlstand geschafft, und das wird nirgendwo deutlicher als in der boomenden Autoindustrie.
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Die chinesische Autoindustrie ist ein wesentlicher Bestandteil des Wirtschafts-Booms.
Alleine im letzten Jahr wurden im Reich der Mitte mehr als 180 Millionen Fahrzeuge produziert, das sind mehr als in Amerika und Japan zusammen. Durch die rapide ansteigende Mobilisierung des Landes wird auch der Straßen- und Brückenbau in Rekordtempo vorangetrieben. Und so besitzt China schon jetzt das längste Autobahnnetz der Welt. Chinas Mittelschicht wird mobil: Viele sind nun als Touristen in ihrem eigenen Land unterwegs. Vor allem unterentwickelte Regionen auf dem Land profitieren davon.Das gestiegene Verkehrsaufkommen hat jedoch gravierende Folgen für die Umwelt.

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Dezhou. Chinas Vorzeigestadt in Sachen Klimaschutz.
Aber nicht nur die Mobilität, auch der enorme Strombedarf machen das Land zum Klimasünder Nummer eins. Immerhin 70 Prozent der Energie stammen aus Kohlekraftwerken. Aber es besteht Hoffnung. In Dezhou hat man sich ganz der Solarenergie verschrieben, hier soll in Zukunft sogar ein richtiges "Solar Valley" entstehen, das neben Fabriken auch zahlreiche Forschungseinrichtungen und eine Universität beheimatet. Diese Stadt ist die Vision eines einzelnen Mannes, der hier nicht zu Unrecht der "Sonnenkönig" genannt wird. Die Firma von Mister Huang verkauft pro Jahr etwa 300 Millionen Quadratmeter Sonnenkollektoren. Mehr als die gesamte EU pro Jahr produziert!

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Wanderarbeiter – die Knechte des Booms.
Die BBC-Journalisten Justin Rowlatt und Anita Rani reisen in dieser spannenden zweiteiligen Dokumentation durch das Land der Gegensätze - getrennt voneinander und auf unterschiedlichen Routen. Sie zeigen auch, welche Auswirkungen das enorme Wirtschaftswachstum auf das soziale Gefüge des Landes hat. Denn in China findet die größte Völkerwanderung aller Zeiten statt. Jährlich ziehen rund 230 Millionen Bauern aus ihren Heimatprovinzen in die Großstädte, auf der Suche nach einem besseren Leben. Doch die Arbeitsbedingungen der Wanderarbeiter sind katastrophal und es gibt keine sozialen Absicherungen. Während diese Menschen von der Hand in den Mund leben, steigt die Zahl der Millionäre weiter an.

Die sozialen Ungleichheiten könnten zu einer ernsthaften Bedrohung für die Stabilität des Landes werden.

Wie auch immer sich China in Zukunft entwickeln wird, eines ist heute schon klar: die Auswirkungen werden auf der ganzen Welt spürbar sein.

Sendedaten
Samstag, 2. Februar 2013
um 18.00 Uhr
Wiederholung:
Dienstag, 6. Februar 2013
um 12.30 Uhr
Credits
Ein Film von Dominic Ozanne und
Olly Bootle
Deutsche Bearbeitung
Alessandra Bachl, Cinevision 2013
Vergangene Sendungen
© ORF Vergangene Sendungen!
Buchtipps
Henry A. Kissinger
"China: Zwischen Tradition und Herausforderung"
Verlag: Pantheon, 2012
ISBN: 978-3570551912

Gregory Dorsey, Stephen Leeb
"Die gelbe Gefahr: Wie Chinas Gier nach Rohstoffen unseren Lebensstil gefährdet"
Verlag: FinanzBuch, 2012
ISBN: 978-3898797030

Markus Flaig
"Die Automobilbranche in China und die Folgen der Finanz- und Wirtschaftskrise"
Verlag: Diplomica, 2010
ISBN: 978-3836687003

Frank Sieren
"Der China-Schock: Wie Peking sich die Welt gefügig macht"
Verlag: Ullstein, 2010
ISBN: 978-3548373775
Thementag
Eine Reise in das Riesenreich China
China steht für Kommunismus, Kopien und eine boomende Wirtschaft. Und neuerdings auch für Opernhäuser der Extraklasse. 24 Stunden sind wir in Dokumentationen und Spielfilmen im Fernen Osten unterwegs.

Sonntag, 3. Februar 2013, ab 6.00 Uhr
Infos zum Thema