Yve Fehring
Yve Fehring erklärt nicht nur die Wissenschaft, sie lernt auch selbst nie aus.
Yve Fehring erklärt nicht nur die Wissenschaft, sie lernt auch selbst nie aus.
Yve Fehring - jeden Tag ein bisschen schlauer
nano-Moderatorin seit 2009
Angefangen hat alles mit einem Karton. Auf dem Dachboden meines Grundschulfreundes. Wir schnitten ein großes Loch hinein und malten drei Knöpfe daneben. Mehr Programme gab es damals ja nicht.
Täglich arbeiteten wir an unseren Sendungen - von Nachrichten über Werbung bis hin zur Hitparade. Die Zuschauerquote war überschaubar – wir strahlten in dörflicher Reichweite aus. Aber das mit kindlichem Eifer und großer Freude.

Auf dem Gymnasium rückte das Papp-TV-Business in den Hintergrund, doch die Neugierde blieb und das Interesse am Weltgeschehen wuchs. Tschernobyl, Mauerfall und später der Golfkrieg prägten unsere Schulzeit in den 80ern und Anfang der 90er. Es galt sich zu engagieren - erst in der 3. Welt-AG (heute politisch korrekt natürlich Eine-Welt-AG) oder dann bei der Schülerzeitung. Spätestens nach meinem Highschool-Aufenthalt bei einer herzlichen und humorvollen Familie in Texas stand für mich fest: Ich möchte Journalistin werden. Geschehnisse hinterfragen, Menschen interviewen, Zusammenhänge erklären - das alles treibt mich bis heute an.

"Um auf heute und morgen zu schauen, ist es wichtig zu wissen, was gestern war" - sagte einst mein Geschichtslehrer. Das klang für mich schlüssig und so schrieb ich mich zunächst an der Universität Münster und dann in Hamburg für den Magisterstudiengang Neuere Geschichte, VWL und Journalistik ein. Neben meinem Studium arbeitete ich für Zeitungen und Zeitschriften, absolvierte zahlreiche Praktika bei Verlagen und Sendern.

Meine Abschlussarbeit schrieb ich über die Washington Post und hängte vor Ort noch eine Hospitanz im ZDF-Auslandsstudio an. Mein absolutes Highlight: Ein Interview (wenn auch ein äußerst kurzes) mit dem damaligen Nobelpreisgewinner für Medizin - Stanley B. Prusiner.

Wieder "back in good old Germany" bekam ich die Chance, bei der Kindernachrichtensendung logo! als Reporterin zu arbeiten. Ein Traum wurde wahr. Doch selbst vor der Kamera zu stehen? Daran hatte ich bis dahin nie einen Gedanken verschwendet. Aber plötzlich wurde gecastet und ich sollte Spaßeshalber mal mitmachen. So wurde ich - überraschenderweise - neben meiner Reportertätigkeit auch Moderatorin. Der Versuch, Kindern die Welt zu erklären, war eine tolle Schule für alles, was dann kam: Die heute-Nachrichten im ZDF, das Computermagazin neues auf 3sat (für das wir als Redaktion sogar den Fernsehpreis erhalten haben), der Länderspiegel und last but not least: nano.

Die Moderation des Wissenschaftsmagazins macht mir nicht nur großen Spaß, sondern ich empfinde sie als große, persönliche Bereicherung. Am Abend bin ich immer ein klein wenig schlauer als am Morgen. Aktuell auf wissenschaftliche Themen zu schauen, Hintergründe zu erfragen und zu erklären – das macht nano aus. Und vor allem: Hinter der Sendung steht ein großartiges Team, das mit viel Kompetenz und Engagement Wissen schafft. Ich freue mich, und bin auch etwas stolz, dazugehören zu dürfen.