Kapsel dockt an © dpa
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Das Andock-Manöver lief automatisch ab.
An der ISS angekommen
Der Flug zur Raumstation dauerte zwei Tage
Alexander Gerst hat den langen Flug in der Sojus überstanden. Nun soll er auf der ISS durchstarten.
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Im Gespräch: Rüdiger Seine
Nach zwei Tagen Flug in einem engen Raumschiff ist der deutsche Astronaut Alexander Gerst an der Internationalen Raumstation (ISS) angekommen. Das Raumschiff "Sojus MS-09" dockte am Freitag über dem östlichen China am russischen ISS-Modul "Rasswet" (Morgendämmerung) an. Das Manöver lief automatisch ab.

Der Flug zum Weltraumlabor dauerte planmäßig zwei Tage. Dort erwarteten sie die US-Astronauten Andrew Feustel und Richard Arnold sowie der Kosmonaut Oleg Artjemjew.

Der erste Tag auf der ISS hat traditionell bereits ein strammes Programm. Nach der Ankunft stehen Sicherheitsbriefing und Körperpflege an. "Da werde ich mich sehr drauf freuen nach zwei Tagen in der Sojus", hatte Gerst vor seinem Abschied noch in Baikonur gesagt. Auch Zeit, um sich mit ihren Schlafsäcken häuslich einzurichten, sei eingeplant. "Wir bringen sie in unsere Räume und machen sie uns ein bisschen schön."

Zu neuen Horizonten: An diesen Experimenten ist Alexander Gerst beteiligt © dpa Zu neuen Horizonten: An diesen Experimenten ist Alexander Gerst beteiligt
Hintergrund: Die Internationale Raumstation ISS © dpa Hintergrund: Die Internationale Raumstation ISS

Gerst will die Öffentlichkeit an seinen Erfahrungen teilhaben lassen
Die Mission "Horizons" (Horizonte) ist Gersts zweiter Einsatz im Weltraum. 2014 war er bereits für gut ein halbes Jahr im All. Damals hatte er als twitternder "Astro-Alex" viele Fans in Deutschland gewonnen. Der 42-jährige Geophysiker aus Baden-Württemberg versteht es als Teil seiner Pflichten, die Öffentlichkeit an seinen Erfahrungen und Entdeckungen im Kosmos teilhaben zu lassen. Die Europäische Weltraumorganisation Esa schätzt ihren Astronauten als Botschafter für die bemannte Raumfahrt.

Gerst hat angekündigt, auch diesmal wieder twittern zu wollen. Seine beliebten Nachrichten in den sozialen Netzwerken entstehen übrigens so: Wenn er etwas Interessantes sehe, mache er Fotos und notiere seine Gedanken dazu, schilderte Gerst. "Technisch gehen wir natürlich nicht ins Internet und laden jedes Mal selbst Sachen bei Twitter, Instagram oder Facebook hoch, denn wir müssen arbeiten." Vielmehr schaue er sich abends seine Bilder und Notizen an. "Das schicke ich in einer Email an mein Team, und die stellen das ein."

Planmäßig gestartet

Am 6. Juni war Gerst planmäßig vom russischen Weltraumbahnhof Baikonur in Kasachstan gestartet. "Ich habe die beste Crew, die ich mir vorstellen kann. Ich weiß, dass die beiden fantastisch sind und wissen, wie sie ihren Job machen", hatte Gerst bei der Abschieds-Pressekonferenz gesagt. Für Prokopjew und Auñón-Chancellor ist es der erste Flug zur ISS.

Gersts Heimatort Künzelsau in Baden-Württemberg feierte den Flug ihres Ehrenbürgers mit einem Stadtfest. In Berlin fieberten hunderte Kinder bei der zentralen Veranstaltung der Esa zum Start im Zeiss-Großplanetarium mit. Auch in vielen anderen Orten bundesweit gab es Live-Übertragungen.

Gerst wird der erste deutsche ISS-Kommandant

Gerst, promovierter Geophysiker, soll während der zweiten Hälfte seiner 188-tägigen Mission "Horizons" Kommandant der Raumstation sein - als erster Deutscher überhaupt. Normalerweise ist der Posten den Hauptgeldgebern USA und Russland vorbehalten. "Ich habe den größten Respekt vor jenen, die dieses Projekt auf den Weg gebracht haben", sagte Gerst vorm Start über das Raumlabor.

Teil seiner Mission sind etwa 300 Experimente, darunter 41 des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR). Auch ein auf Sprachbefehle hörender Roboter soll getestet werden - mit dem Projekt "Cimon" erkundet das DLR künstliche Intelligenz.

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© dpaVideoÜben für die Mission
Auf die ISS kommt man nicht einfach so: Vor seinem Flug auf die Internationale Raumstation musste Alexander Gerst ein intensives Training absolvieren. (Beitrag vom 4. Juni 2018)
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VideoDer Weg zur ISS
Der deutsche Astronaut Alexander Gerst ist zum zweiten Mal ins All gestartet. Die Reise dauert diesmal zwei Tage. Es geht aber auch kürzer. (Beitrag vom 6. Juni 2018)