ESA-Astronaut Dr. Alexander Gerst © dpa
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ESA-Astronaut Dr. Alexander Gerst wird von April bis Oktober 2018 auf der ISS sein.
Zu neuen Horizonten
ESA-Astronaut Alexander Gerst wird sechs Monate auf der ISS verbringen
"Horizons" heißt die neue Raumfahrt-Mission von Alexander Gerst. Er soll 2018 wieder ins All fliegen - und als erster Deutscher das Kommando auf der ISS übernehmen.
"Terra X"“ begleitet die Vorbereitungen von Gerst und seiner Mannschaft für die Doku-Reihe "„Erde-Mond-Mars“". © dpa "Terra X"“ begleitet die Vorbereitungen von Gerst und seiner Mannschaft für die Doku-Reihe "„Erde-Mond-Mars“".
Mehr Informationen zum Astronauten Alexander Gerst und seinen Aktivitäten in den sozialen Netzwerken gibt es bei der ESA.  © dpa Mehr Informationen zum Astronauten Alexander Gerst und seinen Aktivitäten in den sozialen Netzwerken gibt es bei der ESA.

Der deutsche ESA-Astronaut Alexander Gerst hat seine zweite Mission zur Internationalen Raumstation ISS unter das Motto "Horizons" gestellt. Die Forschungen auf der ISS bereiteten den Bau von Raumschiffen vor, die Menschen "über unseren Horizont hinaus bringen" werden, sagt Gerst.

Der 41-jährige Astronaut soll Ende April 2018 für sechs Monate zur ISS starten. Auf der Raumstation soll er in der zweiten Hälfte seines Aufenthalts als erster Deutscher das Kommando übernehmen. Dabei gehe es nicht darum, "dass man rumkommandiert, sondern dass man mit einem Team zusammenarbeitet", sagte er.

@Astro_Alex will weiter auf den Wert des blauen Planeten hinweisen
Bei seinem ersten Raumflug 2014 gewann er über soziale Netzwerke durch zahlreiche Foto- und Videobotschaften aus dem All als "@Astro_Alex" eine große Anhängerschaft für die bemannte Raumfahrt. Gerst kündigte an, dass er auch bei seiner zweite ISS-Mission auf die Verletzbarkeit und den dringend notwendigen Schutz des Planeten Erde hinweisen wolle. "Wir haben keinen Planet B", unterstrich der ESA-Astronaut. Seine erste Mission hatte er unter das Motto "Blue Dot" (Blauer Punkt) gestellt. Der Name ging zurück auf das berühmte Foto eines "Voyager"-Raumschiffs, das die weit entfernte Erde im Weltall als blassblauen Punkt zeigt.

Gerst stellte im Kölner Astronautenzentrum der ESA auch das Logo für seine "Horizons"-Mission vor. Es zeigt neben dem Missionsnamen unter anderem ein stilisiertes Schiff. Die Neugier auf das Unbekannte habe die Menschen früherer Generationen Schiffe bauen lassen, mit denen neue Kontinente entdeckt worden sein, erläuterte der prominente Astronaut. Die neuen Kontinente der Zukunft "sind der Mond und der Mars", sagte Gerst.

Gerst nimmt die Wünsche der aufwachsenden Generation mit ins All
Die Vorsitzende des Deutschen Zentrums für Luft- und Raumfahrt (DLR), Pascale Ehrenfreund, nannte die Raumfahrt "für einen Hochtechnologiestandort wie Deutschland wirklich unverzichtbar". Ehrenfreund stellte zugleich eine silbrig glänzende sogenannte Zeitkapsel mit 13 Zentimetern Durchmesser vor, die Gerst mit an Bord der ISS nehmen wird. Die kleine Kapsel wurde von Auszubildenden des DLR in Braunschweig hergestellt und enthält unter anderem einen Datenträger, auf dem die Wünsche von Schülern aus ganz Deutschland für die Zukunft gespeichert sind.

Nach Gersts Rückkehr von der ISS soll die Zeitkapsel dem "Haus der Geschichte" in Bonn übergeben werden. Das zeitgeschichtliche Museum wird sie dann bis zum Jahr 2068 verschlossen aufbewahren - erst 50 Jahre nach der "Horizons"-Mission soll die kleine Kapsel geöffnet werden. Dies werde in der Zukunft "einen wunderschönen Blick zurück" in die heutige Zeit eröffnen, sagte Ehrenfreund.

Rückblick
Hohe Ehren für Alexander Gerst
Der deutsche Bundespräsident Joachim Gauck hat den Raumfahrer Alexander Gerst mit dem Bundesverdienstkreuz ausgezeichnet.
Glossar
ISS - Die Erde im All
Die Internationale Weltraumstation (ISS) ist laut US-Raumfahrtbehörde Nasa "das komplexeste wissenschaftliche und technische Unternehmen aller Zeiten".