Cassini vor Saturn © dpa
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Am 15. September 2017 tritt die Sonde ihre letzte Reise an.
Geplanter Absturz
Der Nasa-Sonde Cassini steht ein spektakuläres Ende bevor
20 Jahre lang war die Raumsonde "Cassini" unterwegs und hat mit spektakulären Manövern den Saturn und seine Ringe erkundet. Am Ende der Mission steht ein großer Knall.
Auf das große Finale - Cassini war zuletzt als erste Raumsonde in der Region 22 Mal zwischen dem Planeten und seinen Ringen hindurchgeflogen - soll ein spektakuläres Ende folgen: Rund 20 Jahre nach ihrem Start soll Cassini sich am 15. September kontrolliert in den Saturn stürzen. "Das Ende der Mission wird ein ergreifender Moment, aber ein passender und sehr wichtiger Abschluss einer beeindruckenden Reise", sagt Earl Maize von der US-Raumfahrtbehörde Nasa. "Indem wir das Raumschiff sicher in der Atmosphäre des Saturn entsorgen, verhindern wir jede Möglichkeit, dass Cassini in der Zukunft irgendwann auf die Monde des Saturns auftreffen und damit ihre unberührte weitere Erkundung unmöglich machen könnte."

Das "letzte Abtauchen" beginnt nach Angaben der Nasa am 15. September um 10.37 Uhr (MESZ), dann geht es für die Sonde hinein in die Atmosphäre des Gasriesen. Gegen 13.54 Uhr erwartet die Nasa via Radiowellen das letzte Signal von Cassini von rund 1500 Kilometern über den Wolken des Saturn, bevor die Sonde wie ein Meteor auseinanderbricht. Bis zuletzt soll die 12.600 Kilogramm schwere Sonde, die 2004 in der Umlaufbahn des Saturn angekommen war, funken. Die Kamera wird zwar schon vor dem Absturz abgestellt, aber acht der zwölf wissenschaftlichen Instrumente an Bord von Cassini arbeiten weiter. "Während des Rasens in die Atmosphäre werden wir in Echtzeit Daten senden - das gab es noch nie am Saturn", sagt Nasa-Managerin Lisa Spilker. Wertvolle Daten etwa über die Zusammensetzung der Atmosphäre des Planeten sollen so gesammelt werden.

Alle Erwartungen erfüllt und übertroffen
Ohnehin hat die 1997 gestartete und rund 3,2 Milliarden Dollar teure Mission, an der Tausende Mitarbeiter aus 17 Ländern beteiligt sind, alle Erwartungen übererfüllt. "Die Mission war vollgepackt mit wissenschaftlichen Premieren", sagt Spilker. Noch nie zuvor hatte sich eine Sonde in die Region der Saturn-Ringe gewagt. Cassini hat das Verständnis über den Planeten und seine Ringe revolutioniert und einiges entdeckt, was Forscher begeisterte - etwa einen Ozean auf dem Mond Enceladus, der möglicherweise Leben dort zulassen könnte, und flüssige Methan-Seen auf dem Mond Titan.

"Cassini hat unser Denken in vielerlei Hinsicht verändert, aber insbesondere in Hinblick auf überraschende Orte im Sonnensystem, an denen möglicherweise Leben Fuß fassen könnte", sagte Nasa-Manager Thomas Zurbuchen. Die neu gewonnenen Erkenntnisse sollen in künftige Missionen einfließen - zum Beispiel in die "Europa Clipper"-Sonde, die in den 2020er Jahren in Richtung Jupiter starten soll. Nasa-Forscher hoffen auch auf eine weitere Mission zum Saturn auf Basis der Cassini-Erkenntnisse, sowie zu den bislang noch nicht ausgiebig aus der Nähe erforschten Planeten Uranus und Neptun.

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Info
Cassini war zum Abschluss der Mission in einem großen Finale 22 Mal mit spektakulären Manövern zwischen dem Saturn und seinen Ringen hindurchgetaucht. Teils lagen die Flughöhen nur rund 1700 Kilometer über der obersten Wolkendecke des Planeten. Die faszinierenden Fotos, die die Sonde dabei aufnahm, ließen Wissenschaftler ins Schwärmen geraten.