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Das Spektrometer soll von der ISS aus die kosmische Strahlung messen
Reif für die Raumstation
"Alpha Magnetic Spectrometer" soll 2011 zur ISS
Das für die Internationale Raumstation (ISS) geplante "Alpha Magnetic Spectrometer" (AMS-02) hat bei ersten Tests Strahlung gemessen.
Wissenschaftler simulierten in einer Vakuum-Kammer im Forschungszentrum der Europäischen Weltraumbehörde (Esa) die Bedingungen im Weltall, aber durch eine Rüttel-Maschine auch den Start der US-Raumfähre "Endeavour". Mit ihr soll das AMS-02 im Februar 2011 zur Internationalen Raumstation (ISS) transportiert werden.

Astronauten werden das AMS-02 an die ISS montieren. Dort soll das Spektrometer die kosmische Strahlung messen. Hierfür sind mehrere Magnete im Innern des AMS-02 verantwortlich. Gebaut wurde das neue Messgerät von Instituten in Italien, Frankreich, Deutschland, Portugal, Spanien und der Schweiz, mit Unterstützung aus China, Russland, Taiwan und der USA. Die Kosten für das Spektrometer belaufen sich auf 1,2 Milliarden Euro.

Das Messen der kosmischen Strahlung soll Fragen beantworten, die sich in erster Linie um die dunkle Materie und die Antimaterie drehen. Über die Zusammensetzung der dunklen Materie, die 95 Prozent des Universums ausmacht, wissen Astrophysiker bislang nur wenig. Mit Hilfe des AMS-02 wollen die Wissenschaftler außerdem mehr über die Antimaterie erfahren, die kurz nach dem Urknall vorhanden war. Zehn Jahre lang soll das Gerät Daten liefern.

Bereits 1998 wurde das Vorgängermodell des AMS-02 ins Weltall geschossen. Das AMS-01-Projekt verlief nach Aussagen der Esa erfolgreich, so dass nun das leistungsstärkere Nachfolgemodell AMS-02 seine Arbeit aufnehmen soll.

Schwerpunkt
Forschung schwerelos - auf der Raumstation ISS
Die Planungsphase für die "International Space Station" (ISS) begann 1984. Im Rahmen seines "Space Shuttle"-Programms initiierte der US-Präsident Ronald Reagan den Bau seiner "Space Station Freedom".
Glossar
ISS - Jahrhunderprojekt einer Raumstation
Die Internationale Weltraumstation (ISS) ist nach Einschätzung der Nasa "das komplexeste wissenschaftliche und technische Unternehmen aller Zeiten". Seit 1998 wird sie Schritt für Schritt zusammengesetzt.
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