© UNESCO  Fanny Douvere
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Eine gute Nachricht: das empfindliche Ökosystem des Belize-Korallenriffs hat sich erholt.
Nicht mehr gefährdet
Das Belize-Korallenriff ist das zweitgrößte Riff weltweit
Das Welterbekomitee der UN-Kulturorganisation Unesco nahm das Belize-Korallenriff von der Liste für bedrohte Stätten.
Die erfolgreichen Sicherheitsmaßnahmen des lateinamerikanischen Landes für das Ökosystem des Gebiets berechtigten zu dieser Entscheidung, so die UN-Organisation für Bildung, Wissenschaft und Kultur. Belize, eines der kleinsten Länder der Welt, hatte einen Stopp von Ölbohrungen vor seiner Küste verhängt und das Abholzen der Mangroven-Wälder reguliert.

Seit 2009 stand es auf der Liste für bedrohte Stätten, weil es im Karibikstaat Belize kaum Gesetze zum Naturschutz gab. Das nach dem australischen Great-Barrier-Reef zweitgrößte Korallenriff der Welt war vor einigen Jahren besonders durch die Offshore-Förderung von Öl gefährdet. Durch unkontrollierte Bebauung der Küste waren auch die Mangrovenwälder stark beeinträchtigt worden, wo viele der im Korallenriff beheimateten Fischarten laichen. Beides scheint der Staat jetzt in den Griff bekommen zu haben. Ende 2017 verabschiedete das Parlament von Belize ein Verbot der Offshore-Förderung, das Umweltschützer seit Jahren gefordert hatten.

Das Riff vor der Küste von Belize und das Ökosystem in der Umgebung sind seit 1996 als Weltkulturerbe anerkannt. Dazu gehören kleine Sandinseln, Lagunen und Mangroven-Wälder. In dem Gebiet leben bedrohte Tiere wie Meereschildkröten, Seekühe und das amerikanische Spitzkrokodil.Das Belize-Korallenriff erstreckt sich über 380 Kilometer von der mexikanischen Yucatan-Halbinsel im Norden bis nach Honduras im Süden. An manchen Stellen entlang der Küste von Belize reicht das Riff bis auf wenige hundert Meter ans Land. Für den Tourismus und die Küstenfischer des Karibikstaates ist es eine wichtige Einnahmequelle.