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Die Ureinwohner befürchten, dass der Uran-Abbau hier wieder aufgenommen wird.
Angiff auf Schutzgebiete
Naturschützer befürchten die Ausbeutung von Bodenschätzen
Zwei Schutzgebiete im US-Bundesstaat Utah werden drastisch verkleinert. Die Lage der Bewohner: desaströs.
US-Präsident Donald Trump hat zwei Naturschutzgebiete in Utah um mehr als 5000 Quadratkilometer verkleinert. Das National Monument "Bears Ears" wird 85 Prozent seiner Fläche einbüßen, "Grand Staircase - Escalante" schrumpft der Anordnung Trumps zufolge um etwa 50 Prozent. Beide National Monuments waren von demokratischen Präsidenten unter Schutz gestellt worden - "Bears Ears" erst im Dezember 2016 von Barack Obama, "Grand Staircase - Escalante" im Jahr 1996 von Bill Clinton. Trumps Vorgänger Barack Obama hatte in seiner Amtszeit große Gebiete, auch im Meer, unter Schutz stellen lassen. Seine Regierung wollte die ungezügelte Ausbeutung von Bodenschätzen mit ungewissen Folgen für die Umwelt verhindern.

Die betroffenen Gegenden in Utah zählen zu den landschaftlich eindrucksvollsten in den USA. Zahlreiche Organisationen hatten rechtliche Schritte gegen Trumps Entscheidung angekündigt. Zu den Klägern zählen auch Stämme der Navajo-Indianer, der Ureinwohner der Gegend. Sie fürchten unter anderem um heilige Stätten. Und es gibt bereits massive Umweltprobleme. Denn das Land ist reich an Bodenschätzen. Jahrzehntelang wurde hier Uran abgebaut und weiterverarbeitet. Mehr als 500 verlassene Uran-Minen gibt es in der Region, oft nur notdürftig zugeschüttet. Die meisten liegen im Navajo-Gebiet.