Löscharbeiten nach Tankerunglück © ap
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300 Kilometer vor der Küste von Shanghai war der iranische Öltanker mit einem Frachter aus China kollidiert.
Ölteppiche breiten sich aus
Die Folgen des Unglücks für die Umwelt sind noch unklar
Der Frachter liegt am Meeresgrund und auf dem Meer treiben Ölteppiche. Umweltschützer warnen vor allem vor dem giftigen Ölkondensat
Vor der Ostküste Chinas haben sich mittlerweile vier Ölteppiche ausgebreitet, die laut der chinesischen Meeresbehörde insgesamt 101 Quadratkilometer groß sind. Die "Sanchi" hatte 136.000 Tonnen Ölkondensat und bis zu tausend Tonnen Schweröl als Treibstoff an Bord. Das Schiff sank, bevor die Ladung komplett verbrannt war. Ölkondensat ist ein besonders hochwertiges, aber auch giftiges Leichtöl, das für Meeressäuger, Fische, Schildkröten und Seevögel zur Bedrohung werden kann. Nach dem Unglück hatten die chinesischen Behörden zunächst beteuert, dass die Umweltauswirkungen durch das austretende Leichtöl begrenzt seien. Experten warnten jedoch vor einer Umweltkatastrophe von historischem Ausmaß. Chinas Meeresbehörde versucht nach eigenen Angaben, eine Ausbreitung des Öls zu verhindern und die Umweltschäden zu untersuchen.

Der Öltanker ging nach dem Zusammenstoß in Flammen auf.  © reuters Der Öltanker ging nach dem Zusammenstoß in Flammen auf.
Rund 100 Quadratkilometer Ölteppich ziehen sich durchs Meer.  © reuters Rund 100 Quadratkilometer Ölteppich ziehen sich durchs Meer.
"Reinigungsschiffe" haben ihre Arbeit aufgenommen.  © reuters "Reinigungsschiffe" haben ihre Arbeit aufgenommen.

Der iranische Öltanker "Sanchi" war am 6. Januar auf hoher See mit einem chinesischen Frachter zusammengestoßen und sofort in Brand geraten. Die Besatzungsmitglieder kamen dabei vermutlich ums Leben. Nach mehreren Explosionen sank die "Sanchi" einen Tag nach dem Unfall. Wie das chinesische Verkehrsministerium mitteilte, liegt das Wrack in 115 Metern Tiefe auf dem Meeresgrund und soll nun mit Unterwasser-Robotern untersucht werden.

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VideoIm Gespräch: Andreas Teske
Wir sprachen am 18. Januar 2018 mit dem Meeresbiologen Andreas Teske über das Tankerunglück und die Folgen.
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Leichtöl
Leichtöle sind Mineralölprodukte. Die Treibstoffe Benzin und Kerosin gehören in diese Gruppe.
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Schweröl
Schweröle entstehen aus Rückständen bei der Erdölverarbeitung. Gemischt mit Dieselöl werden sie unter anderem als Kraftstoff für Schiffe eingesetzt.