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Die neuartige Batterie speichert Wärme durch chemische Reaktionen
Wärmewende durch "Thermische Batterie"
Effizienter Energie speichern ohne Wärmeverluste
Forscher der Leuphana Universität Lüneburg haben einen kompakten Hochleistungswärmespeicher für Ein- und Mehrfamilienhaushalte entwickelt.
Er speichert verlustarm etwa 80 Kilowattstunden Energie über beliebig lange Zeiträume. Das ist drei- bis viermal so viel wie bei einem klassischen Warmwasserspeicher. Damit kann ein Niedrigenergiehaus je nach Wetterlage über mehrere Tage bis Wochen mit Heizwärme und warmem Trinkwasser versorgt werden.

Die "Thermische Batterie" unterscheidet sich von herkömmlichen Wärmespeichern dadurch, dass sie nicht Wasser, sondern chemische Reaktionen zur Wärmespeicherung verwendet. Als Trägermaterial wird Salz genutzt. Das spart Platz und beugt Abwärmeverlusten vor, denn die gespeicherte Energie kann bedarfsgerecht abgerufen werden. Die Batterie eignet sich für die Hausanwendung zur Speicherung der Abwärme aus einem Blockheizkraftwerk oder Sonnenenergie aus Solaranlagen und lässt sich auch nachträglich in bestehende Systeme integrieren. Der Speicher ist etwa so groß wie ein herkömmlicher Kühlschrank.

Im Energiemix durch kommunale Energieversorger lassen sich solche Batterien ebenfalls einsetzen. Durch ein zentral gesteuertes Lastmanagement lassen sie sich in ein bestehendes Stromnetz einfügen – ein mögliches Standbein für die zukünftige erneuerbare Energieversorgung. Die in Lüneburg entwickelte Technik ist auch für weitere Einsatzfelder wie Wärmetransport, Kühlen und Trocknen geeignet. Das Projekt trägt durch die effiziente Speicherung von Energie dazu bei, dass weniger Wärme verschwendet wird.

Info
Die "Thermische Batterie" ist für den Deutschen Nachhaltigkeitspreis Forschung 2014 nominiert.
Deutscher Nachhaltigkeitspreis
Forschung für Nachhaltigkeit
Der Deutsche Nachhaltigkeitspreis Forschung prämiert Forscher, die mit ihrer Arbeit den Wandel zu einer "Green Economy" voranbringen.