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Schulkind © dpa Video
Fluglärm macht es für Grundschüler schwierig, lesen zu lernen
Zu laut zum Lernen
Kinder-Lärmstudie warnt vor Fluglärm
In Regionen mit Fluglärm lernen Kinder langsamer Lesen als in ruhigen Lagen, so die Lärmwirkungsstudie "Norah" ("Noise-Related Annoyance, Cognition and Health)".
Wie groß der Einfluss ist und wie das Lesenlernen von anderen Faktoren abhängt, müsste jedoch noch untersucht werden, so die Wissenschaftler von neun Forschungseinrichtungen im Rhein-Main-Gebiet. Die Fähigkeiten, verschiedene Laute zu unterscheiden und Gehörtes zu verstehen, werden dabei nicht vom Lärm beeinträchtigt und scheiden als Ursachen aus.

Es gibt fünf Teilstudien: zur Lebensqualität, zum Schlafverlauf, zur Häufigkeit von Krankheiten im Rhein-Main-Gebiet, zur Veränderung des Blutdrucks in Lärm-Gebieten und zur kindlichen Entwicklung. An Norah beteiligt sind Wissenschaftler aus Medizin, Psychologie, Sozialwissenschaft, Akustik und Physik. Untersuchungen werden vorwiegend im Rhein-Main-Gebiet gemacht.

Auftraggeber der Studie ist die Umwelt- und Nachbarschaftshaus GmbH in Kelsterbach, eine Tochtergesellschaft des Landes Hessen. An der Finanzierung sind neben dem Land Hessen unter anderem die Kommunen, der Frankfurter Flughafenbetreiber Fraport und die Luftverkehrsgesellschaften beteiligt.

Interaktiv
Lärm im Alltag
In der Nähe einer Autobahn treten 80 Dezibel auf. Ab 115 Dezibel wird Lärm als schmerzhaft empfunden, bei 120 Dezibel können bereits nach kurzer Einwirkung Hörschäden auftreten.
Laute Klassenzimmer
Störgeräusche
In einem Raum mit schlechter Akustik erreichen nur noch 60 Prozent der Informationen die hinteren Reihen, hat der Oldenburger Psychologe Dr. Markus Meis herausgefunden.
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