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Frank Roser Video
Schönheit liegt im Auge des Betrachters - aber meist sind die sich einig
Stromtrassen sind schlecht, Hügel sind gut
Landschaftsschönheit objektiver beurteilen
Der Stuttgarter Landschaftsarchitekt Frank Roser hat eine Formel entwickelt, mit der sich die Schönheit einer Landschaft objektivieren lässt.
Die "landschaftliche Schönheit" ist nach dem deutschen Bundesnaturschutzgesetz wesentlich, wenn es darum geht, Stromtrassen oder Windparks auszuweisen. Eine Landschaft wird umso schöner empfunden, je hügeliger sie ist, schildert er. "Als weitere Einflussgrößen kommen Streuobstwiesen, Wälder, Grünland und Gewässer hinzu." Hochspannungsleitungen und Industrie- sowie Gewerbegebiete wirkten sich negativ auf den Eindruck aus.

Windräder in Landschaftsschutzgebieten möglich
Dass aber Windräder und Landschaftsschutzgebiete sich aber nicht grundsätzlich ausschließen, hat der Bayerische Verfassungsgerichtshof in München im September 2013 entschieden (Aktenzeichen Vf. 15-VII-12). Solche Anlagen dürfen auch in Erholungsgebieten stehen. Bayerns oberste Richter wiesen eine Klage gegen die Ausweisung von Flächen im Landkreis Starnberg ab.

Die Gegner der Windräder hatten geltend gemacht, dass die negativen Auswirkungen derartiger Anlagen nicht ausreichend berücksichtigt worden seien. Auch werde der Naturhaushalt dadurch geschädigt. Die Richter kamen jedoch zu der Überzeugung, dass die vom Kreistag in Starnberg beschlossenen Ausnahmeregelungen für die Landschaftsschutzgebiete nicht gegen die Verfassung verstoßen.

Mehrere Kommunen in dem Landkreis hatten im Mai 2012 Konzentrationsflächen ausgewiesen. Dort sind Ausnahmegenehmigungen für die Errichtung von Windkraftanlagen möglich. 70 Prozent des Landkreises liegen in Landschaftsschutzgebiet, teils eben auch die Konzentrationsflächen. Die Kläger waren der Meinung, Windräder entwerteten den Erholungscharakter dieser Landschaftsschutzgebiete.

Die Verfassungsrichter stellten jedoch ausdrücklich fest, dass Landschaftsschutzverordnungen zur Nutzung der Windenergie geändert werden dürfen. Bei einer derart großen unter Schutz gestellten Fläche wie im Landkreis Starnberg wäre andernfalls der Bau von Windrädern außerhalb von bebautem Gebiet nicht möglich, urteilte das Gericht.

Es hält den Planern im Landkreis zugute, dass sie den Umfang der Schutzgebiete nicht einschränken, sondern nur für bestimmte Flächen Bereiche zum Bau von Windrädern abgrenzen. Die Flächen seien gering in Bezug auf die Größe des jeweiligen Landschaftsschutzgebietes.

Weiteres Plus für die betroffenen Gemeinden aus Sicht der Richter: Naturschutzgebiete, europäische Vogelschutzgebiete und Feuchtgebiete von internationaler Bedeutung wurden von Haus aus für Windräder ausgeschlossen. Fazit des Gerichts: Verfassungsbestimmungen zum Naturschutz wurden nicht verletzt.

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