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Bauer im Kuhstall Video
Die Vorschriften für die Bio-Landwirtschaft sind für Bauern oft schwer zu erfüllen
Die EU will strengere Regeln für Bioprodukte
Schärfere Auflagen und strengere Regeln geplant
Die EU-Kommission präsentiert strengere Regeln für Bioprodukte. Doch schon jetzt steigen viele kleinere Höfe aus der Biobranche aus.
Die EU-Kommission will Bioprodukte zuverlässiger machen und besser kontrollieren. Schärfere Auflagen und eine strengere Kontrolle sollen dafür sorgen, dass Bioprodukte tatsächlich "bio" sind. Eine entsprechende Reform der europäischen Öko-Verordnung stellt EU-Agrarkommissar Dacian Ciolos am 25. März 2014 in Brüssel vor. Das Vorhaben benötigt noch die Zustimmung von Europaparlament und EU-Staaten. Die Ökobranche fürchtet bereits, dass zu strenge Auflagen kleinen Biobauern das Leben schwer machen könnten.

In dem boomenden Markt sei "die Versuchung groß, mit Betrug auf die erhöhte Nachfrage zu reagieren", hatte Ciolos am 24. März 2014 beim Treffen der EU-Landwirtschaftsminister in Brüssel gesagt. Damit solle Schluss sein: "Wir müssen das Vertrauen der Verbraucher stärken." Die EU-Behörde schlägt eine Reform der EU-Bio-Richtlinie vor und will die Branche zu einer Neuausrichtung zwingen. Auch die Weiterverarbeitung und der Vertrieb sollen einer strengen Aufsicht unterliegen: "Wir brauchen Kontrollen genau dort, wo das größte Risiko besteht", sagte Ciolos.

Die Vorgaben sollen strenger werden. So will die EU-Kommission die erlaubten Ausnahmen - etwa den Einsatz von konventionellem Futter oder Saatgut - stark verringern. Auch die Grenzwerte für Verunreinigungen durch Pestizide oder gentechnisch veränderte Produkte sollen strenger werden. Einheitliche Standards sollen Landwirten mehr Klarheit verschaffen. In der Vergangenheit gab es immer wieder Lebensmittelskandale, bei denen Waren zwar als "Bio" deklariert waren, aber tatsächlich mit Pestiziden belastet waren oder gar nicht aus Ökoproduktion stammten.

Laut EU-Kommission hat sich der Markt für ökologische Erzeugnisse in den letzten zehn Jahren vervierfacht, die landwirtschaftlichen Flächen aber nur verdoppelt. Die bisherigen Regeln würden dem raschen Wachstum nicht gerecht und müssten angepasst werden, heißt es.

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VideoZum Thema sprachen wir am 25. März 2014 mit Stefan Zwoll vom Bund Ökologische Lebensmittelwirtschaft e.V. (BÖLW).
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