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Erdkabel wird verlegt Video
Die Stromtrassen sollen teilweise als teure Erdkabel verlegt werden
Ein Bogen um Bayern
Verlauf der "SuedLink"-Trasse wird geändert
Nach langem Widerstand Bayerns ist der Weg für zwei neue Stromleitungen in den Süden Deutschlands grundsätzlich frei - der genaue Trassenverlauf ist aber noch offen.
Die Koalitionsspitzen verständigten sich in der Nacht zum 2. Juli 2015 sowohl auf den Bau des "SuedLinks" als auch der Südost-Trasse. Endpunkt der Südost-Trasse von Sachsen-Anhalt nach Bayern solle nun der Netzknoten Isar bei Landshut sein, heißt es in dem entsprechenden Eckpunkte-Papier. Und beim SuedLink sollen die Netzbetreiber nun auch mindestens eine Variante ausarbeiten, bei der die "Stammstrecke" nicht über Bayern nach Baden-Württemberg führt. Damit solle der stark belastete Netzknotenpunkt Grafenrheinfeld in Unterfranken im Norden Bayerns entlastet werden. Über den genauen Trassenverlauf soll dann später entschieden werden.

Grundsätzlich verständigten sich Bundeskanzlerin Angela Merkel (CDU), Wirtschaftsminister Sigmar Gabriel (SPD) und CSU-Chef Horst Seehofer darauf, bei den neuen Nord-Süd-Stromautobahnen stärker als bisher vorgesehen bestehende Trassen zu nutzen. Auch sollen teure Erdkabel vorrangig verlegt werden, um den Widerstand vor Ort zu reduzieren.

"Der Netzausbau kommt, aber er wird für Menschen und Natur so verträglich wie möglich gemacht", sagte Gabriel. Bayern wolle diesem Kompromiss zustimmen. Er danke Seehofer für dessen Kompromissbereitschaft, sagte der SPD-Vorsitzende.

Mediathek
© dpaVideo"Hauptschlagader der Energiewende"
Deutschlands größte und längste Stromtrasse soll durch mindestens fünf Bundesländer führen. Bayerische Bürger haben dagegen protestiert. (Bericht vom 6. Februar 2014)
Glossar
Das deutsche Stromnetz und seine Ausbaupläne
Das Stromnetz umfasst bildlich gesehen Autobahnen, Bundes-, Land- und Gemeindestraßen, über die der Strom zur Steckdose kommt.
Protest gegen Stromtrassen
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