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Hörtest Video
In Studien finden Mediziner nicht immer ein jugendlich-frisches Hörvermögen
Hörschaden nach einer durchtanzten Nacht
Jugendliche schädigen ihr Gehör mit lauter Musik
Schon nach einer Nacht in einer Disco sind bei 90 Prozent der Gäste erste Anzeichen einer Hörschädigung feststellbar.
Lärmpegel als Beispiele
Dezibel Beispiel
0 Stille
20 Leises Blätterrascheln, ruhiges Zimmer nachts
40 Flüstern, ruhiger Raum tagsüber
60 Gespräch, leises Radio (Zimmerlautstärke)
80 Straßenrand an Hauptverkehrsstraße
85-100 Kreissäge, Presslufthammer, naher Lkw
120 Lautes Rockkonzert, laute Disco
140 Startgeräusch eines sehr nahen Flugzeugs
160 Schuss in Mündungsnähe
180 Spielzeugpistole, Silvesterknaller direkt am Ohr
Quelle: Umweltbundesamt 

"Etliche unserer Schüler hatten in der Nacht nach der Disko einen Tinnitus hatten", schildert Edeltraud Emmerich. "Häufiger Tinnitus und immer wieder an die Grenze belastet zu sein führt dazu, dass es zu einem dauerhaften Schaden kommt."

Nach Angaben des Institutes für Arbeitsingenieurwesen in Dresden muss ab 85 Dezibel Lautstärke bei häufiger Einwirkung mit Hörschäden gerechnet werden. Nach Untersuchen haben etwa ein Viertel aller jungen Leute im Alter zwischen 14 und 24 Jahren einen Hörschaden.

"Ohne Präventionsmaßnahmen wird ein Drittel der jungen Leute im Alter von 50 Jahren ein Hörgerät brauchen", sagte Joachim Förster von der Berufsgenossenschaft der Bauwirtschaft (BG Bau) im April 2013. Vielen jungen Menschen seien die Lärmgefahren oft nicht bewusst. Bei Konzerten, in Clubs oder mit MP3-Playern werde zu oft laute Musik gehört.

Sozial benachteiligte Kinder mehr gefährdet
Vor allem Hauptschüler und Jugendliche aus sozial benachteiligten Familien nutzen oft Geräte wie MP3-Spieler und gelten damit als Risikogruppe, wie aus der im Dezember 2012 vorgestellten "Ohrkan"-Studie hervorgeht. Demnach ist die Lärmbelastung vieler Jugendlicher durch die Musik so hoch, dass ein großes Risiko für einen dauerhaften Hörverlust besteht. 21 Prozent der Jugendlichen gehörten demnach zu einer Risikogruppe, die zu laut und zu häufig Musik hörte. Besonders gefährdet seien Jungen, Hauptschüler und sozial benachteiligte Jugendliche, wie Prof. Peter Kummer von der Universität Regensburg sagte.

Untersuchungen des Umweltbundesamtes zufolge nimmt die Lärmbelästigung in Deutschland zu. "54 Prozent aller Deutschen fühlen sich durch Straßenverkehr belästigt", sagte der Abteilungsleiter Verkehr und Lärm im Umweltbundesamt, Uwe Brendle, mit Blick auf die Studie seiner Behörde zu diesem Thema. Demnach fühle sich jeder dritte Deutsche vom Schienenverkehr belästigt und jeder fünfte vom Luftverkehrslärm.

Daneben spiele auch der Nachbarschaftslärm eine wichtige Rolle, von dem sich 42 Prozent der Deutschen belästigt fühlten. "Der berühmte Laubbläser, der Rasenmäher und Feiern im Garten gehören dazu", sagte Brendle. Außerdem störe Industrielärm 32 Prozent der Deutschen.

Interaktiv
Lärm im Alltag
In der Nähe einer Autobahn treten 80 Dezibel auf. Ab 115 Dezibel wird Lärm als schmerzhaft empfunden, bei 120 Dezibel können bereits nach kurzer Einwirkung Hörschäden auftreten.
Glossar
Lärm
Mit Abstand am meisten Krach mache in Deutschland der Straßenverkehr. Vor allem die Lastwagen seien laut, sagt Lärmforscher Michael Jäcker-Cüppers.
Laute Klassenzimmer
Störgeräusche
In einem Raum mit schlechter Akustik erreichen nur noch 60 Prozent der Informationen die hinteren Reihen, hat der Oldenburger Psychologe Dr. Markus Meis herausgefunden.
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