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Forscher mit Netz im Wattenmeer Video
Forscher sehen Zugvögel zu ganz neuen Zeiten ins Wattenmeer ziehen
Der frühe Vogel
Klimawandel verschiebt Zugzeiten zum Wattenmeer
Wegen des Klimawandels kommen Zugvögel zwei Wochen früher ins Wattenmeer, haben Forscher um Michael Exo vom Institut für Vogelforschung herausgefunden.
Damit geht ihnen die Nahrung aus, denn Muscheln haben weniger Fleisch als früher: "Wenn eine Eiderente fünf Muscheln im Magen hat, ist dieser voll", erläutert Exo. "Aber da die Muscheln weniger Energie haben, verhungern sie bei gefülltem Magen."

Die Forscher statten Vögel mit Sendern aus, um ihre Züge zu verfolgen. "Auch wenn das Wattenmeer geschützt ist, haben 40 Prozent der Arten, die hier regelmäßig vorkommen, langfristig in ihren Beständen abgenommen", weiß Exo.

Wattenmeer ist Futterstelle für zahlreiche Zugvögel
Das Wattenmeer ist eine internationale Drehscheibe des Vogelzugs. Im Frühjahr rasten dort arktische Zugvögel auf ihrem Weg in die Brutgebiete. Im März legen 100.000 Nonnengänse im Wattenmeer eine Fresspause ein - ein Siebtel der Weltpopulation. Nach dem Abschmelzen der Eisschichten machen sich die Vögel auf den Weg ins Schleswig-Holsteinische Wattenmeer. Dort haben sie sechs Wochen bis Mitte Mai Zeit, um sich Fettreserven für ihren Weiterflug in die arktischen Brutgebiete anzufressen.

"Je wohlgenährter die Gänse vom Wattenmeer abziehen können, desto größer sind später ihre Chancen in den arktischen Brutgebieten erfolgreich Nachwuchs aufzuziehen", sagte Klaus Günther. Der Biologe koordiniert im Nationalpark Schleswig-Holsteinisches Wattenmeer das Rastvogelmonitoring.

Glossar
Das Wattenmeer - ein großes Feuchtgebiet
Das mitteleuropäische Wattenmeer bildet mit einer Fläche von 13.000 Quadratkilometern die weltgrößte zusammenhängende Wattfläche.
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