Große Tiere - großer Effekt
Natur braucht Räuber
Raubtiere beeinflussen die ganze Nahrungskette
Der Rückgang großer Raubtiere hat weltweit Ökosysteme durcheinander gebracht. Einige Wissenschaftler sprechen vom "weitreichendsten Einfluss des Menschen auf die Natur".
- Durch den Rückgang von Löwen und Leoparden in Teilen Afrikas konnte sich der Anubispavian massenhaft vermehren. Dadurch kamen die Affen häufiger mit Menschen in Kontakt, die sich so häufiger mit Darmparasiten infizierten.
- Die Ausrottung der Wölfe im US-amerikanischen Yellowstone-Nationalpark hat dazu geführt, dass die Wapiti-Hirsche die Pappeln und Weiden im Park abfraßen. Als die Wölfe zurückgekehrt waren, erholte sich die Vegetation wieder.
- Ein Einbruch der Seeotter-Population an der nordamerikanischen Pazifikküste hatte dramatische Veränderungen des Ökosystems zur Folge. Die Otter ernähren sich von Seeigeln, die wiederum den Kelp (riesigen Seetang) abweiden.
- Als Haie in einer Flussmündung weniger wurden, explodierte die Population von Rochen. Die Folge: Die Populationen der Muscheln brachen zusammen.
- Als eine Rinderpestepidemie die Populationen von Gnu und anderen Huftieren in der Serengeti einbrechen ließ, nahmen die Büsche und Bäume in dem Gebiet zu – und damit die Häufigkeit von Buschbränden.