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37 Staaten fördern umweltschädliche Energieträger mit Subventionsgeldern
Geld für Umweltsünder
Kritiker bemängeln Subventionen für Kohle und Öl
2010 sind fossile Energieträger weltweit mit 323 Milliarden Euro gefördert worden: Jede Tonne CO2 trägt daher sieben Euro Fördermittel in sich.
Das sei ein "bemerkenswerter Anstieg" von 33 Prozent gegenüber dem Vorjahr, sagt die Internationale Energieagentur (IEA), die die Zahlen vorgelegt hat. Sie forderte erneut, diese Subventionen abzubauen, wie es auch schon im Kyoto-Protokoll gefordert worden sei. Das sei jedoch angesichts des Widerstands in der Politik und von den Begünstigten "nicht einfach", formulierte IEA-Chefin Maria van der Hoeven. Ein allmählicher Subventionsabbau könne aber neben den positiven Aspekten für die Umwelt auch enorme wirtschaftliche Vorteile und Energiesicherheit bringen.

"Die vor allem in Entwicklungsländern gewährten Subventionen für Erdölprodukte fördern Umweltzerstörung und verzögern Investitionen in klimaschonende Technologien", kritisierte 2011 der Leiter des UN-Umweltprogramms (Unep), Achim Steiner. Diese Subventionen zu beenden, könne eine große Chance für den globalen Klimaschutz sein.

Greenpeace: Regierung verschleiert Subventionen
Die Umweltschutzorganisation Greenpeace wirft der deutschen Regierung vor, umweltschädliche Subventionen zu verschleiern. Im neuen Subventionsbericht, den das Bundeskabinett im August 2011 verabschiedete, würden viele derartige Förderungen gar nicht oder nur unvollständig aufgeführt, sagte der Leiter der Politischen Vertretung von Greenpeace, Stefan Krug. Als Beispiele nannte er Subventionen für Dienst- und Firmenwagen, "die Förderung des Klimakillers Braunkohle" und die Begünstigung von Dieselkraftstoff.

Krug forderte: "Die Regierung muss diese umweltzerstörenden Staatshilfen endlich im Subventionsbericht auch transparent aufführen und sie massiv abbauen." Bisherige Initiativen zum Subventionsabbau seien "nur ein Tropfen auf den heißen Stein".

nano spezial
Welt-AG vor dem Konkurs
Die Weltgemeinschaft diskutiert auf der UN-Konferenz "Rio+20", wie wir wirtschaften müssen, damit Mensch und Natur eine Zukunft haben.
Glossar
Das Kyoto-Protokoll
Das Kyoto-Protokoll ist weiterhin das einzige völkerrechtlich verbindliche Klimaschutzabkommen. Es wurde 1997 im japanischen Kyoto verhandelt und abgeschlossen.