Menschen auf Boot Video
Ecuador will seinen Dschungel lieber für Tourismus als für Bohrtürme nutzen
Geld für kein Öl
Ecuador bittet die Welt um Mittel für den Dschungel
Deutschland und Italien zahlen Ecuador je 35 Millionen Euro, damit das Land darauf verzichtet, im Regenwald Öl zu fördern und ihn damit zu vernichten.
Zudem zahlten Peru, Kolumbien, die belgische Region Wallonien, die französische Region Rhône-Alpes und das Department Meurthe-et-Moselle. Bis Ende 2012 hofft Ecuador auf 100 Millionen Dollar. "Wir möchten gegen die Erderwärmung kämpfen, aber dafür brauchen wir die Mitverantwortung der Welt", sagt Ecuadors Präsident Rafael Correa. Vor allem die reichen Länder hätten den Klimawandel verursacht, unter dem Entwicklungsländer am meisten zu leiden hätten. Immer mehr Firmen und Privatpersonen spendeten für das Projekt.

Der linksgerichtete Staatschef hatte 2007 angekündigt, die Erdölförderung im Yasuní-Nationalpark mit seiner besonders großen Artenvielfalt an der Grenze zu Peru zu unterlassen, wenn im Gegenzug die Hälfte der vermuteten Öleinnahmen aus aller Welt aufgebracht wird. In dem Gebiet lagern 20 Prozent von Ecuadors Erdölvorkommen. Mit dem Verzicht auf die Ölförderung würde Ecuador die Emission von 410 Millionen Tonnen des klimaschädlichen Kohlendioxids vermeiden.

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Glossar
Ecuador
Ecuador, der am Äquator liegende kleinste Andenstaat, erstreckt sich über 550 Kilometer entlang der Pazifikküste im Norden Südamerikas.