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"Urban Farming"
Zurück zur Natur, ohne die Stadt zu verlassen - "Urban farming" ist "in"
Hühner, Ziegen und Salat aus der Stadt
"Urban Farming" erobert die Metropolen der Welt
Landwirte züchten Schweine, Ziegen und Hühner in Städten wie London, Berlin, Tokio, Amsterdam oder im rheinland-pfälzischen Andernach.
Gemüse aus dem Sack
Futter aus der Höhe
Gärten vielerorts
Ein-Euro-Jobber und Freiwillige setzen hier Nutzpflanzen in öffentlichen Parks. "In den letzten Jahrzehnten haben sich die Menschen immer mehr von Landwirtschaft entfernt und dabei auch die Bezüge zu Lebensmitteln verloren", sagt der Kasseler Agrarwissenschaftler Prof. Jürgen Heß. "Ich sehe in diesen urbanen Landwirtschaftsbetrieben eine Möglichkeit, diese Verbindung wieder herzustellen."
Drei Berliner planen am Südkreuz in Berlin-Schöneberg die weltweit größte Dachfarm. Auf Kuba gehört die städtische Landwirtschaft zum politischen Programm: Die Maßnahme startete 1991, nach dem Zusammenbruch der Sowjetunion, in Havanna mit dem ersten öffentlichen Acker. Heute werden tonnenweise Gemüse und Obst aus urbaner Landwirtschaft frei im ganzen Land verkauft. Auch in Asien erhält Urban Farming eine immer größere Bedeutung: Millionenstädte wie Shanghai, Hongkong und Singapur fördern die städtische Landwirtschaft bereits seit Jahren.
Der Ursprung der urbanen Bauern führt auch nach New York: Schon 1973 schlossen sich dort die "Green Guerillas" zusammen, um eine leere Bauflächen zu begrünen. Ebenfalls in den 1970er Jahren entstand in der Stadt am Hudson River das Programm "Green Thumb", das sich selbst heute als größtes Programm für gemeinschaftliches Gärtnern in den USA bezeichnet. Auf das Konto der beiden "Urban Gardening"-Bewegungen gehen allein in New York mehr als 1000 neu angelegte Beete.
Auch auf dem Gebiet der Dachfarmen gehört New York zu den Vorreitern. Hier werden seit Jahren große Dachflächen zum Anbau von Gemüse genutzt. Eine kommerzielle Farm ist die 6000 Quadratmeter große "Eagle Street Rooftop Farm" über den Dächern von Brooklyn. Seit 2009 wird dort in großem Stil Gemüse angebaut und geerntet.
nano spezial
Planet Stadt
Schätzungen gehen davon aus, dass 80 Prozent der Weltbevölkerung bis 2050 in den Städten leben werden. Für den Planeten Erde bedeutet das nichts Gutes.
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Stadt oder Land? Das ist für viele Menschen eine Frage. Möchte man eher die Ruhe und den Erholungswert ländlicher Regionen haben oder die bessere Versorgung in der Stadt?
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Der Bauernhof auf dem Hochhausdach
"Aquaponic" ist die Verbindung von Aqua- und Hydrokultur: Obst und Gemüse wachsen in einem Wasserbecken für die Fischzucht.