Handschuhe an Frischetheken helfen der Hygiene nicht, sagt Dr. Annette Kolk vom Institut für Arbeitsschutz: Nach fünf Minuten haften an ihnen mehr Keime als an der bloßen Hand.
Hautkrankheiten machen mit 30 Prozent den Hauptanteil aller gemeldeten Berufskrankheiten aus.
Wird eine solche Hauterkrankung nicht behandelt, geben Studien zufolge die Betroffenen 8 bis 14 Monate nach Auftreten der Symptome den Beruf auf.
Eine Umschulung kann die Sozialversicherung 100.000 Euro pro Fall kosten.
Bei Berufsdermatosen wird eine hohe Dunkelziffer vermutet. Bis zu 900.000 Fälle werden angenommen, gemeldet wurden der gesetzlichen Unfallversicherung 2010 knapp 24.000 Fälle.
Macht ein von einer Hauterkrankung Betroffener eine entsprechende Kur, wird er im Jahr danach erheblich seltener arbeitsunfähig geschrieben als im Jahr davor.
Die meisten beruflich bedingten Hautkrankheiten betreffen die Hände. Diese machen ein Prozent der Körperoberfläche aus.