Fahrradverleih Video
Der Berliner von 2025 soll am besten mit dem Fahrrad unterwegs sein
Ohne Auto durch Berlin
Hauptstadt setzt auf sein "Verkehrskonzept 2025"
Nur noch jeder vierte Berliner soll 2025 mit dem Auto unterwegs sein, so das Berliner Verkehrskonzept - der Rest fährt Bus, Bahn, Rad oder geht zu Fuß.
Das sieht die Fortschreibung des "Stadtentwicklungsplans Verkehr" vor, den der Berliner Senat im März 2011 beschlossen hat. Im Mai 2011 hat das neue Modell der Stadträder begonnen, das in Hamburg sehr erfolgreich ist: Leihfahrräder, die von jedem benutzt werden können, stehen an festen Standorten. Zunächst gibt es 50 Stationen mit 1650 Fahrrädern. Für Bus- und Bahnfahrer gibt es Ermäßigungen. Das alte System Call-a-Bike ohne Verleihstationen soll ersetzt werden.

Stadtentwicklungssenatorin Ingeborg Junge-Reyer (SPD) betonte, besonders Elektrofahrzeuge würden künftig als Verkehrsmittel in Städten geeignet sein. Schließlich solle auch der Autoverkehr flüssig unterwegs sein. Für das gemeinsame Nutzen von Autos sollten tausend Parkplätze bereitgestellt werden.

Das Parken in der Innenstadt, die Festlegung von Gebieten mit Parkgebühren und die Zahl von Abstellplätzen für Fahrräder sollen in der nächsten Legislaturperiode in einem "Masterplan Parken" geregelt werden, kündigte Junge-Reyer an. Neue Strecken für Straßenbahnen, etwa über die Leipziger Straße, könnten erst in Angriff genommen werden, wenn die Verlängerung der U-Bahn-Linie 5 fertig sei. Über den Weiterbau der umstrittenen Autobahn 100 werde erst nach der Wahl im September entschieden.

2011 hat der Autoverkehr einen Anteil von 32 Prozent, 1998 lag er noch bei 38. Nach den jüngsten Prognosen dürfte der öffentliche Nahverkehr bis 2025 seinen Anteil von 27 auf 29 Prozent steigern. Der Radverkehr wird demnach von 13 auf 18 Prozent zulegen. Den Anteil der Fußgänger sehen die Prognostiker konstant bei 28 Prozent.

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