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"Meine Ernte"
Städter wollen zurück zur Natur und mieten sich ein Betet vor der Großstadt
Städter ins Beet
Zurück zur Natur im gemieteten Garten
Frisches Gemüse vom Feld ohne eigenen Garten - das ist das Ziel der Aktion "Meine Ernte". Stadtmenschen können sich Ackerflächen mieten und diese bewirtschaften.
Mittlerweile beteiligen sich bundesweit 15 Standorte in Stadtnähe an der Aktion "Meine Ernte". 2012 sollen noch mindestens fünf weitere Landwirte mitmachen. Die bodenständigen Parzellen befinden sich auf einem Feld, das sich jeweils mehrere Dutzend Hobbygärtner teilen.
Die Idee zu der modernen Version der Schrebergärten stammt aber von zwei jungen Frauen aus Bonn: Natalie Kirchbaumer (29) und Wanda Ganders (30). "Wir haben uns gefragt: Warum kann man nicht einfach selbst das anbauen, was man isst?", erklärt Ganders. "Aber wenn man in der Stadt wohnt, ist das eben nicht so einfach."
Von Landwirten aus ganz Deutschland, vor allem aber aus NRW, mieteten die beiden Betriebswirtinnen 2010 zum ersten Mal brachliegende Felder. Darauf legten die Bauern in ihrem Auftrag Gemüsegärten in verschiedenen Größen an. 179 Euro kostet ein kleines Feld, 2 Meter breit, 25 Meter lang. "In vielen Städten gibt es schon Wartelisten", sagt Ganders. Am längsten müssen Hobbygärtner in Berlin auf ihren Beet-Platz warten.
Die Gärtner können das Land für eine Saison mieten und selbst bewirtschaften. Die abgetrennten Flächen sind für Singles und Paare (45 Quadratmeter) oder Familien (85 Quadratmeter) ausgelegt. Die Gebühr für eine Saison beträgt einmalig 179 Euro für den kleinen Garten und 329 Euro für das große Stück. Da die einzelnen Parzellen quer zur Saatrichtung abgeteilt werden, bekommen alle Gärtner von jedem Gemüse etwas ab.
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