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Lysimeter helfen Forschern, Prozesse im Boden zu erforschen
Klima im Boden
Deutsche Wissenschaftler forschen mit Lysimetern
Das Projekt "Tereno" untersucht die regionalen Folgen des Klimawandels in Deutschland. Im Blick haben die Forscher dabei besonders den Boden.
An Tereno ("TERrestrial ENvironmental Observatories") sind sechs Forschungszentren der Helmholtz-Gemeinschaft beteiligt. Das 2008 gestartete Projekt soll bessere Vorhersagen über die Klimaentwicklung ermöglichen – und damit Deutschland helfen, sich besser an den Klimawandel anzupassen.

Tereno untersucht die Wechselwirkungen zwischen Klima, Vegetation und Boden. Dabei arbeiten die beteiligten Wissenschaftler mit Lysimetern. Mit diesen Geräten können sie im Boden gelöste Stoffe messen. Wie riesige Sandkastenförmchen werden die Lysimeter in das Erdreich gepresst, um Bodenproben auszustechen. In den mit mehreren Tonnen Erde gefüllten Lysimetern können die Forscher Prozesse im Boden beobachten, die ihnen sonst verborgen blieben. Gemessen wird unter anderem der CO2-Gehalt.

Die vier Observatorien von Tereno decken unterschiedliche Naturräume mit ihren Besonderheiten ab. Die Region Eifel-Niederrheinische Bucht wird vor allem intensiv landwirtschaftlich genutzt. Im Großraum Leipzig-Halle treffen Mittelgebirgswälder, Auwälder, Agrarflächen und Tagebau aufeinander. In den Alpen und im Alpenvorland finden sich wegen der großen Höhenunterschiede auf sehr kleinen Entfernungen unterschiedliche Klimazonen. Das Untersuchungsgebiet im Nordostdeutschen Tiefland umfasst unter anderem den Müritz-Nationalpark und das Einzugsgebiet der Uecker. Diese Region wird immer trockener, Moore und Kleingewässer drohen auszutrocknen.

2025 soll Tereno verlässliche Prognosen für die nächsten 90 Jahre liefern. Erste Ergebnisse sollen schon 2011 vorliegen.

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