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Uraltes Holz verrät den Forschern, wie einst das Klima am Gletscher war
Einst Farmland und Wald
Forscher finden Klimahinweise unter dem Pasterze
Unter dem nicht mehr ewigen Eis des Pasterze-Gletschers am Großglockner haben Forscher Spuren von Landwirtschaft gefunden.
"Eine reiche Kräuterflora mit Brennessel und Klee ist für uns ein Hinweis auf Weidewirtschaft und damit wissen wir, dass Almwirtschaft betrieben worden ist", sagt die Vegetationsgeschichtlerin Dr. Ruth Drescher-Schneider das Ergebnis an Untersuchungen aus 3500 Jahre altem Torf. Vor 5000 Jahren stand hier ein lockerer Waldbestand, ergänzt Prof. Kurt Nicolussi von der Uni Innsbruck. Bereits 1992 fanden Wissenchaftler Teile von 10.000 Jahre alten Baumstämmen.

"Gletscher sind sehr empfindliche Klimazeiger", sagt Kurt Nicolussi vom Institut für für Hochgebirgsforschung der Universität Innsbruck. "Sie zeigen an, dass es in früheren Zeiten lange Rückzugsphasen gegeben hat. Die können wir mit den Hölzern sehr zeitlich präzise fassen." Im Projekt "Varves, Ice Cores, Tree rings Archives" ("Vita") führen Forscher die Daten zusammen, die zur Klimageschichte in Gletschern, Bäumen und Seesedimenten vorliegen. "Das Ziel ist, sie gegenseitig zu vergleichen, sich gegenseitig zu helfen und ein kompletteres Bild des Paläoklimas zu zeichnen", erläuterte 2002 der Klimaforscher Jan Esper.

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