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Klimawandel
Diatomeen, eine wichtige Phytoplankton-Gruppe, leidet unter der Wärme
Das Plankton schwindet
Weniger Phytoplankton in immer wärmeren Meeren
Der Phytoplankton-Gehalt der wärmer werdenden Meere hat im vergangenen Jahrhundert in fast allen Regionen der Erde abgenommen.
Spektakuläre Phytoplanktonblüte in der Barentssee
Die Diatomee
Rhizosolenia setigera
Pleurosigmen sind eine wichtige Gruppe im Phytoplankton
Die nachlassende Phytoplankton-Produktion - jährlich im Durchschnitt etwa ein Prozent der weltweiten Masse - verändere nicht nur die marinen Ökosysteme, sondern auch die Erträge der Fischereiwirtschaft, berichten die kanadischen Forscher Daniel Boyce und Marlon Lewis von der Dalhousie University (Halifax) sowie Boris Worm vom Potsdam.Institut für Klimafolgenforschung.
Satellitenmessungen seit Ende der 1970er Jahre hatten auf Schwankungen im Phytoplankton-Gehalt der Meere hingewiesen, letztlich aber kein einheitliches Bild geliefert. Deshalb bezogen die Forscher jetzt mehr und ältere Daten in ihre Untersuchung ein. Es handelte sich dabei um Messungen des
Chlorophyll
-Gehalts der Meere. Fast alle Phytoplankton-Organismen besitzen Chlorophyll; daraus lässt sich die Phytoplankton-Biomasse ableiten. Das Team um Boyce analysierte insgesamt fast 450 000 Messdaten aus dem Zeitraum von 1899 bis 2008: In acht von zehn Ozeanregionen hat das Phytoplankton im 20. Jahrhundert abgenommen. Dabei sank der Gehalt mit steigender Oberflächentemperatur, besonders in den Tropen und Subtropen.
Vermutlich komme es infolge der Erwärmung zu einer stärkeren Schichtung in der Wassersäule. Dadurch würden die Nährstoffe nicht mehr so gut von den unteren Schichten nach oben verteilt und das Wachstum des Phytoplanktons lasse nach, erläutern die Forscher.
Glossar
Algen / Phytoplankton
Der größte Teil der im Meerwasser lebenden Pflanzen sind Algen. Die winzigen und meist einzelligen Mikroalgen bilden das Phytoplankton.
Literatur
Boyce DG et al (2010) Global phytoplankton decline over the pastcentury. Nature 466: 591 - 596
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