Butterkohl, Malarbarspinat und die Duwicker Möhre, die in Deutschland Jahrhunderte lang auf dem Speisezettel standen, sind auf landwirtschaftlichen Betrieben nicht mehr anzutreffen und vom Aussterben bedroht. Die Vielfalt der Nutztierrassen sowie der Kulturpflanzenarten und -sorten ist geschrumpft. "Auf nur sieben Säulen ruht die Welternährung, auf sieben Pflanzenarten, von denen sich die Menschheit im Prinzip ernährt", sagt Karl Hammer, Professor für landwirtschaftlich genutzte Vielfalt (Agrobiodiversität) an der Universität Kassel/Witzenhausen. Weizen, Mais, Reis und Kartoffel führen die Liste an. "Wenn ich eine ständig wachsende Menschheit mit nur sieben Pflanzenarten ernähre, kann ich mir die damit verbundenen Gefahren im Voraus ausmalen." Neue Schädlinge oder Pflanzenkrankheiten können sich gravierend auf die Lebensmittelversorgung auswirken.