"Für meine persönliche CO
2-Bilanz sind grüne Suchmaschinen natürlich höchstens ein Gimmick", sagt Andreas Grabolle von der gemeinnützigen Beratungsgesellschaft "CO
2online". Jede Abfrage, die über das weltweite Rechnernetz läuft, verursacht klimaschädliches CO
2. Laut Google entsteht bei einer Suche 0,2 Gramm Kohlendioxid, einige Forscher haben gar einen Ausstoß von mehreren Gramm kalkuliert. Ein US-amerikanischer Physiker rechnete aus, dass mit jeder Web-Suche so viel Energie verbraucht wird, wie man benötigt, um eine Tasse Tee zu erhitzen. Durch Internetsuchen verursache ein Nutzer pro Jahr zwischen 200 und 400 Gramm CO
2. Bei insgesamt elf Tonnen CO
2-Ausstoß, für die ein Deutscher jährlich verantwortlich sei, falle das kaum ins Gewicht. "Ich finde die Öko-Suche trotzdem gut, weil Suchmaschinen einen immer stärker wachsenden Anteil an der weltweiten CO
2-Produktion haben", sagt Grabolle, "und weil solche Initiativen Druck auf Google ausüben, auch seine Server grüner zu machen." Doch selbst die große Suchmaschine hat den Klimaschutz längst für sich entdeckt. Über seine Tochterorganisation "Google.org" finanziert der Konzern mit mehreren Millionen Euro jährlich gemeinnützige Projekte - zum Klimaschutz, aber auch um Aids zu bekämpfen sowie Forschung und Wirtschaft zu fördern.