Auto an Ladestation © dpa
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Batterien für E-Auto sind die eine Baustelle, alternative Antriebe wie die Brennstoffzelle die andere.
Gemeinsam für sauberen Antrieb
Techniken zum Energiespeichern sind derzeit sehr gefragt
Eine Botschaft der Hannover Messe: Die Energiewende kann nur funktionieren, wenn alle Bereiche mehr zusammenarbeiten.
Was bedeutet es, wenn bei der Industrieschau Hannover Messe über Industrie 4.0 gesprochen wird? Klar - es geht wie auch in den letzten Jahren schon um die Digitalisierung der Wirtschaft, um künstliche Intelligenz, aber auch um Vernetzung in Fragen der Energiewende. Im Fokus steht zum Beispiel die Entwicklung leistungsstarker Batterien für den Ausbau der Elektromobilität - oder alternativen Antriebstechniken wie der Brennstoffzelle.

So haben das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) und die Technische Universität Braunschweig auf der Messe erklärt, dass sie in der Batterieforschung künftig zusammenarbeiten wollen. Leistungsstarke Batterien seien "essenziell für eine nachhaltige Energieversorgung und insbesondere auch für den Ausbau der Elektromobilität", sagte Prof. Karsten Lemmer, DLR-Vorstandsmitglied für Energie und Verkehr. Prof. Anke Kaysser-Pyzalla, Präsidentin der TU Braunschweig, erklärte: "Wir wollen gemeinsam erforschen, welche Energiespeicher gerade für die Mobilität der Zukunft notwendig sind." Ziel der geplanten Kooperation sei, die Kette von Forschung über Entwicklung bis hin zur Fertigung vollständig abzubilden. Vorgesehen seien eine "prototypische Produktion" neuartiger Batterietypen und die Pilotfertigung neuer Materialien.

Zuvor hatten sich EU-Energiekommissar Maros Sefcovic und Niedersachsens Ministerpräsident Stephan Weil (SPD) für den Aufbau einer europäischen Batteriezellfertigung für E-Autos eingesetzt. Batteriezellfertigung sei eine "Schlüsseltechnologie für den Wandel hin zur Elektromobilität", sagte Weil. Dafür seien finanzielle Anreize auch der EU nötig. Kürzlich hatte Volkswagen-Betriebsratschef Bernd Osterloh klargemacht, dass er eine VW-eigene Produktion von Batteriezellen für Elektroautos nicht ausschließt.

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