Schiff © dpa
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20.776 Container haben auf dem Koloss platz.
Ein Riese kommt zum Jubiläum
Containerschiff ist länger als vier Fußballfelder
Das bisher größte Containerschiff in der Geschichte des Hamburger Hafens hat am Donnerstag am Burchardkai festgemacht.
Mit einer maximalen Ladekapazität von 20.776 Standardcontainern (TEU) schlägt die 400 Meter lange und 59 Meter breite "CMA CGM Antoine de Saint Exupéry" den bisherigen Rekordhalter "Munich Maersk" der dänischen Maersk-Line. Die "Munich Maersk" konnte "nur" 20.568 TEU laden und war im August 2017 erstmals nach Hamburg gekommen. Am Kai sollen 7000 Container, die unter anderem mit Elektronik und Textilien gefüllt sind, gelöscht und 4000 Container geladen werden.

Die Antoine de Saint Exupéry ist das zweitgrößte Containerschiff der Welt. Größer sind nur die sechs baugleichen Schwesterschiffe der G-Klasse der Reederei OOCL mit jeweils 21.413 TEU.

Mit der Hilfe von vier Schleppern wurde der Gigant zunächst gedreht und dann an seinen exakten Liegeplatz gebracht. Bis Samstagvormittag dauere es dann voraussichtlich, bis die rund 11.000 Container umgeschlagen seien, sagte Hafensprecher Bengt van Beuningen. Dafür arbeiten im Schnitt gut 67 Mitarbeiter pro Schicht, sie werden von bis zu neun Containerbrücken gleichzeitig unterstützt.

Die Ankunft des Ozeanriesen fällt in ein historisches Jahr. Vor fast genau 50 Jahren, am 31. Mai 1968, legte das erste Containerschiff im Hamburger Hafen an. Damals noch mit einer Ladekapazität, die aus heutiger Sicht allenfalls für Zubringerdienste taugt: 1200 Container. Damit begann die Container-Revolution im Transportwesen.

Umweltschonendere Technik
In der Antoine de Saint Exupéry kommt neue Technik zum Einsatz, die das Schiff umweltfreundlicher machen soll:

  • Eine neuartige Düse verbessert die Propellerleistung und damit den Energieverbrauch. Dadurch können die CO2-Emissionen um vier Prozent gesenkt werden.
  • Eine Maschine der neuesten Generation reduziert den Ölverbrauch um 25 Prozent.
  • Ein System aus Filtern und UV-Lampen bereitet das Ballastwasser auf, das gereinigte Wasser kann ins Meer abgelassen werden.

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