Flugzeug © dpa
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Die Flieger starten vom US-Militärflugplatz Ramstein.
Fliegen für die Wissenschaft
Ein Forschungsflugzeug "schnüffelt" Abgase
Erstmals haben das deutsche Luftfahrtzentrum DLR und die US-Raumfahrtbehörde Nasa eine Serie gemeinsamer Forschungsflüge über Deutschland gestartet. Ziel der Mission ist die Untersuchung von Emissionen alternativer Kraftstoffe in der Luftfahrt, wie das DLR am Mittwoch mitteilte.
Die Flüge vom US-Luftwaffenstützpunkt Ramstein führen demnach überwiegend in einen gesperrten Lauftraum über Mecklenburg-Vorpommern. "DLR und Nasa haben ihre Forschungsressourcen, Flugzeuge und verfügbare Messinstrumente gebündelt, um das Potenzial von alternativen Kraftstoffen für eine umweltfreundliche Luftfahrt und ihren Einfluss auf die Atmosphäre noch detaillierter zu studieren", erläuterte der DLR-Luftfahrtvorstand Rolf Henke.

An den gemeinsamen Flügen sind das DLR-Forschungsflugzeug A320 Atra und die Forschungsmaschine DC-8 der Nasa beteiligt. Dabei fliegt der DLR A320 mit alternativem Kraftstoff vorneweg, während das "Fliegende Labor" DC-8 mit einigen Kilometern Abstand folgt und im Abgas der vorausfliegenden Maschine "schnüffelt". Auf diese Weise können in dem Abgasstrahl Rußpartikel, Gasemissionen und Eiskristalle im Kondensstreifen gemessen werden.

Die Zusammenarbeit des DLR mit der Nasa hat eine lange Tradition bei Raumfahrtprojekten und wurde in den vergangenen Jahren auch im Bereich Luftfahrt ausgebaut. Schwerpunkte der Partner sind dabei das Luftverkehrsmanagement sowie das lärm- und emissionsarme Fliegen.