Smartphone wird gescannt © ap
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Eine App ist die Eintrittskarte für den neuen Supermarkt.
Einkaufen per App
Im Amazon-Supermarkt werden Kunden permanent überwacht
Ein Supermarkt ohne Kassen und Kassierer: Amazon hat am Montag in Seattle im US-Staat Washington einen neuartigen Lebensmittelladen eröffnet. Die Kunden können sich die gewünschten Waren in die Taschen füllen und den Laden dann einfach verlassen, ohne an einer Kasse Schlange zu stehen.
Um den Laden mit dem Namen "Amazon Go" betreten zu können, müssen die Kunden über ein Amazon-Konto verfügen und die App von "Amazon Go" auf ihr Smartphone heruntergeladen haben. Mit der App öffnen sie die Zugangssperre am Eingang des Geschäfts, danach können sie ihr Smartphone aber wegstecken.

Innerhalb des 170 Quadratmeter großen Ladens sorgen Kameras und Sensoren dafür, dass die Warenbewegungen überwacht werden. Die Produkte landen so automatisch im virtuellen Einkaufskorb auf dem Amazon-Konto des Kunden, wenn er sie aus dem Regal nimmt. Stellt er sie zurück, verschwinden sie automatisch wieder aus diesem Korb.

Am Ende des Einkaufs kann der Kunde einfach aus dem Laden spazieren. Wenig später wird der Einkauf von seinem Amazon-Konto abgezogen, und er bekommt die Rechnung zugeschickt.

Der Konzern sprach von der "weltweit fortschrittlichsten Einkaufs-Technologie", die in dem Laden in Seattle zum Einsatz komme. Sie sorge dafür, "dass Sie niemals Schlange stehen müssen".

Zielgruppe sind alle, die es gerne schnell wollen
Der Laden richtet sich an eine Kundschaft, die nicht selber kochen oder auf das Kochen nicht viel Zeit verwenden will. In den Regalen stehen fertige Mahlzeiten sowie Snacks. Zum Sortiment gehören ferner Kochboxen mit den Zutaten für ein Gericht für zwei Personen, das sich in 30 Minuten zubereiten lässt. Außerdem gibt es unter anderem Brot, Milch, Käse und Schokolade. Geöffnet ist der Laden von montags bis freitags.

Eigentlich wollte der weltgrößte Onlinehändler den kassenlosen Supermarkt schon längst eröffnet haben. Er hatte "Amazon Go" schon vor mehr als einem Jahr angekündigt. Als Angestellte das Konzept testeten, zeigten sich allerdings technische Probleme, weshalb sich die Eröffnung verzögerte.