Autonomes Fahrzeug
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Noch Zukunftsmusik: Das wirklich selbstständige Auto übernimmt komplett.
Ausfahrt Zukunft
Das Auto wird neu erfunden und weiterentwickelt
Deutschland, 2030. Leise surren Robotertaxis durch die Straßen der Städte, ganz autonom. Schöne, neue Autowelt? Fünf Entwicklungsstufen werden unterschieden.
  • Stufe 1 Fahrerassistenz: Dazu gehören fast alle Fahrzeuge, die heute unterwegs sind. Sie verfügen über Fahrassistenzsysteme wie ABS oder ESP, die den Fahrer im Ernstfall in der Steuerung des Fahrzeugs unterstützen.
  • Stufe 2 Teilautomatisiert: Fahrassistenzsysteme übernehmen zunehmend mehr Lenk- und Bremsaufgaben. Der Fahrer muss hier permanent alles überwachen. Das Fahrzeug kann aber schon lenken und bremsen.
  • Stufe 3 Abhängige Automatisierung: Ab jetzt übernimmt das Fahrzeug. Es kann alleine fahren. Der Fahrer muss das System nicht mehr dauerhaft überwachen. Er muss nach Aufforderung aber jederzeit in der Lage sein zu übernehmen.
  • Stufe 4 Hochautomatisiert: Bei hochautomatisierten Fahrzeugen darf sich der Fahrer während der Fahrt auch anders beschäftigen - das funktioniert vor allem auf der Autobahn. Der Fahrer wird rechtzeitig informiert, bevor er das Steuer wieder übernehmen muss.
  • Stufe 5 Vollautomatisiert: Das Auto braucht keinen Fahrer mehr. Auch in der Stadt sind diese Fahrzeuge autonom und können zum Beispiel als Taxi eigenständig fahren. Lenkrad und Pedale sind jetzt überflüssig.

Die Angst vor den Selbstfahrern ist noch groß
Die Mehrheit der Menschen in Deutschland will ihr Auto auch in Zukunft lieber selbst steuern und dem Fahrzeug nicht völlig die Kontrolle überlassen. Knapp jeder Dritte (30 Prozent) kann sich auf gar keinen Fall vorstellen, in einem autonom fahrenden Wagen unterwegs zu sein, wie eine repräsentative Studie der Beratungsgesellschaft Ernst & Young (EY) ergab. Weitere 21 Prozent halten es für unwahrscheinlich, dass sie sich in solch ein Auto setzen würden, fünf Prozent wissen es nicht. Nur gut jeder Vierte (26 Prozent) wäre uneingeschränkt bereit, sich einem autonom fahrenden Fahrzeug anzuvertrauen, weitere 18 Prozent sagen: vielleicht.

Wenn sie weiterhin eine Möglichkeit hätten, im Notfall noch selbst einzugreifen, sind die Menschen aufgeschlossener: Dann würde jeder Dritte definitiv einsteigen, nur 13 Prozent blieben bei ihrer kategorischen Ablehnung. Und generell gilt: Die Jüngeren und die Männer stehen dem autonomen Fahren offener gegenüber als die Älteren und die Frauen. Zwei Drittel der Befragten halten autonome Fahrzeuge für zu unsicher. Knapp die Hälfte sieht außerdem ungeklärte Haftungsfragen und andere rechtliche Unsicherheiten als Problem. Trotzdem ist ein Drittel überzeugt, dass sich autonome Fahrzeuge generell durchsetzen werden.

Ernst & Young hatte die Befindlichkeiten in Sachen autonomes Fahren vor vier Jahren schon einmal abfragen lassen. Im Vergleich zu damals wären inzwischen mehr Menschen bereit, dem Auto die Kontrolle zu überlassen. Dafür machen sich auch mehr Leute Sorgen um mögliche Sicherheitsprobleme. Vor vier Jahren war die Hauptsorge der Menschen noch, dass der Spaß am Autofahren verloren gehen könnte.

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