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Mann in virtueller Realität © ap Video
Eintauchen in andere Welten in Barcelona. (Beitrag vom 25. Februar 2016)
Einfach abtauchen
"Mobile World Congress" 2016 in Barcelona
Die weltgrößte Mobilfunk-Messe "Mobile World Congress" war 2016 geprägt von Trends wie dem Internet der Dinge, 5G und dem derzeitigen Topthema "virtuelle Realität".
Der taiwanesische Hersteller HTC demonstriert mit seiner Brille Vive, wie lebensecht virtuelle Realität (VR) aussehen kann. Mit einer Rift-Brille des Konkurrenten Oculus können Messebesucher aber auch mal zwischendurch am Stand der "Innovation City" einen Skisprung wagen.

Den Messestand von Samsung flankiert ein Erlebnispark, in dem Besucher eine Achterbahnfahrt über die "Gear VR" erleben. Auf einem großen Monitor kann man die Fahrt verfolgen - und zugleich die begeisterten Gesichter der virtuellen Abenteurer hinter ihren Brillen bestaunen.

"Mobile World Congress" erweitert die Realität
Männer mit Brillen für die virtuelle Realität © dpa Video
Neue Welten in Barcelona. (Beitrag vom 23. Februar 2016)
Virtuelle Realität soll auch dem Smartphone einen wachsenden Zusatznutzen und dem Anwender neue Erlebniswelten erschließen. Als Anreiz gibt Samsung Käufern, die vor dem Marktstart am 11. März 2016 eines der neuen Smartphones vorbestellen, eine "Gear-VR-Brille" dazu.

Samsung und Facebook gehen Allianz ein
Samsung ist nicht allein mit seiner Begeisterung für die neuen Möglichkeiten, Nutzer komplett in neue Welten eintauchen zu lassen. Facebook-Chef Mark Zuckerberg teilt die Euphorie über das Potenzial von VR-Anwendungen. Facebook habe schon früh in die Entwicklung dieser Technologie investiert, betonte er. Gerade nach der Geburt seiner Tochter sei ihm klar geworden, dass er später nicht nur Fotos oder Filme von ihr ansehen wolle, sondern auch ganz in die jeweilige Szene eintauchen möchte.

Wie schon auf der Technik-Show CES in Las Vegas sind VR-Brillen in Barcelona an vielen Ständen zu sehen. Der Smartphone-Spezialist HTC, der in seinem bisherigen Kerngeschäft mit Mobiltelefonen unter Druck steht, kündigte den Marktstart seines Hightech-Headsets Vive für April 2016 an. Mit 799 Dollar wird es sogar teurer als das Oculus-Modell Rift. Mit Sensoren ausgerüstete Brillen-Gehäuse zum Einstecken von Smartphones kosten zum Teil nur 20 Dollar. Auch LG, Samsungs einheimischer Rivale, stellte in Barcelona eine neue VR-Brille vor.

Facebook als längerfristigen Partner gewonnen zu haben, dürfte ein großer Erfolg für Samsung sein. Wenn es darum gehe, ein Ökosystem aus Partnern und Services aufzubauen, sehen Marktbeobachter wie Thomas Husson, Analyst bei Forrester, Samsungs Rivalen Apple eigentlich besser aufgestellt. "Das Fenster der Möglichkeiten für Samsung wird begrenzt sein bis zum Launch von Apples neuem iPhone", zeigt sich Husson überzeugt.

Mit einer Kamera will Samsung die Entwicklung forcieren. Die "Gear 360" - eine kleine Kamera in Kugelform - soll optional auf drei Teleskop-Beinen mit zwei Fischaugen-Linsen und einer Auflösung von 15 Megapixel ihre Umgebung in 3D aufzeichnen und so Stoff für die Nutzung von Samsungs Brille Gear-VR liefern. Die Daten lassen sich auf einer internen Micro-SD-Karte (128 Gigabyte) speichern, für das auch das Galaxy S7 wieder einen Slot bereitstellt. Die Bearbeitung soll über eine entsprechende Smartphone-App erfolgen.

Der Markt für Smartphones boomt
  • 2015 wurden 1,4 Milliarden Smartphones verkauft. Das waren zehn Prozent mehr als im Vorjahr.
  • Das Wachstum kommt vor allem aus Schwellenländern wie Indien oder Indonesien, in denen meist günstige Geräte gefragt sind. Damit wächst die Rolle chinesischer Hersteller, die solche Smartphones anbieten.
  • Samsung verkauft seit Jahren die meisten Smartphones, aktuell kommt jedes fünfte Computer-Telefon weltweit von den Südkoreanern.
  • Apple mit seinem "iPhone" folgt dahinter mit 18 Prozent Marktanteil. Da der US-Konzern aber auf günstige Modelle in seinem Angebot verzichtet, landet bei ihm der Großteil der Gewinne der Branche.
  • Ende 2015 gab es weltweit nach Berechnungen des Netzausrüsters Ericsson 7,3 Milliarden Mobilfunk-Anschlüsse, davon wurden 3,4 Milliarden per Smartphone genutzt. 2021 dürften aber bereits 6,4 Milliarden Computer-Telefone im Markt sein.
  • In den USA und Westeuropa werden kaum noch einfache Handys verkauft, selbst in China haben Smartphones einen Marktanteil von 80 Prozent. In Indien oder Afrika machen Computer-Telefone dagegen erst die Hälfte der Verkäufe aus.
  • In Westeuropa wird pro Smartphone durchschnittlich ein Datenvolumen von zwei Gigabyte monatlich übertragen. In Nordamerika sind es 3,8 Gigabyte.
  • Googles Android ist das dominierende Smartphone-Betriebssystem mit einem Marktanteil von 80 Prozent. Apples iOS füllt weitgehend den Rest aus, für andere Plattformen bleibt nur wenig Platz. So kam Microsofts Windows Phone zuletzt laut Analysten gerade einmal auf ein Prozent Marktanteil. Das hauseigene System des Smartphone-Pioniers Blackberry ist praktisch bedeutungslos geworden und könnte eingestellt werden. Das Firefox OS wurde bereits aufgegeben.

Virtueller Studiobesuch
Der nano-Kosmos in 3D
Mit einem handelsüblichen Fotoapparat und ein wenig freier Software hat der Clausthaler Forscher Wilhelm Hannemann das nano-Studio dreidimensinal modelliert.
Virtuelle Welt
Für "Digital Natives" gibt es keine Welt ohne Netz
"Digital Natives" gehören zu der "Generation Internet". Sie sind mit dem Netz aufgewachsen, ein Leben ohne wäre für sie kaum vorstellbar.
Mobile World Congress
Gipfeltreffen der Mobilfunk-Industrie
Der Mobile World Congress gilt als Gipfel-Treffen der Mobilfunk-Branche. Zu der viertägigen Veranstaltung kommen Jahr für Jahr viele Konzernchefs und Top-Entscheider nach Barcelona. 2016 snd vom 22. bis 25. Februar unter anderem Facebook-Gründer Mark Zuckerberg, Vodafone-Chef Vittorio Colao und Ford-Lenker Mark Fields mit dabei.

Die Messe zog 2013 auf ein größeres Gelände um, weil es an dem bisherigen Ort zu eng geworden war. 2015 gab es einen Besucherrekord mit 93.000 Brancheninsidern und Journalisten. Der Mobile World Congress (früher bekannt unter dem Namen 3GSM) ist eine reine Fachveranstaltung.