Elektrauto an der Ladestation © dpa
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Grün soll der Strom für Elektroautos sein - und es muss auch noch genügend davon geben.
E-rfolglos
Die Infrastruktur für Elektroautos fehlt noch weitgehend
Bei einer kompletten Umstellung auf Elektro gäbe es in der Schweiz 6,5 Millionen Fahrzeuge mit Ladebedarf. Wie das funktionieren soll, liegt im Moment noch völlig im Dunkeln.
Wenn nur 5000 Fahrzeuge mit einer Batterieleistung von 100 Kilowattstunden gleichzeitig in 20 Minuten an Schnellladestationen geladen werden sollen, benötigen sie die Leistung von 1,5 Gigawatt: Das ist vergleichbar mit der eines größeren Atomkraftwerks.

Nicht schneller, nicht höher, aber weiter
Zwei Männer arbeiten
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Forscher wollen mit neuen Konzepten die Elektroautos in Schwung bringen (Beitrag vom 17. Juni 2014)
Weiteres Problem der Elektroautos: ihre geringe Reichweite. Um diese zu erhöhen, denken Hersteller über Lithium-Schwefel-Akkus, Lithium-Luft-Speicher, Brennstoffzellen oder Flussspeicher nach: Batterien für Elektroautos müssen wahre Alleskönner sein, erläutert der Münsteraner Chemiker Gerhard Hörpel. Die Energiedichte - die Energie pro Kilogramm Gewicht - muss hoch sein, denn das bestimmt die Reichweite. Die Leistung muss hoch genug sein, damit das Auto schnell anfahren kann. Die Kosten sollten gering sein und die Lebensdauer lang. Dazu kommt die Sicherheit, denn die Batterie darf auch bei einem Unfall kein Risiko darstellen.

"75 Prozent der Batterie bestehen aus Material, das nichts zur Energiespeicherung beiträgt", sagt Prof. Maximilian Fichtner vom Helmholtz-Institut für elektrochemische Energiespeicherung. Doch die Bauweise habe sich stark verbessert. Dadurch habe man die Energiedichte von Batteriezellen innerhalb von zehn Jahren nahezu verdoppelt. "Für weitere Fortschritte brauchen wir aber neue Speichermaterialien oder Ideen für eine noch kompaktere Bauweise", so Fichtner.

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