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Grafik © DLR Video
Der Satellit Proba-V ortet Flugzeug auch fernab der radarkontrollierten Routen
Von wegen verschollen
Satelliten sollen Flugzeuge ohne Radar orten
Jörg Behrens und Toni Delovski vom Deutschen Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) wollen mit Satelliten verhindern, dass Flugzeuge einfach verschollen gehen.
Der Satellit Proba-V empfängt "Automatic Dependance Surveillance-Broadcast"-Siganale (ADS-B) der Flugzeuge. Mehr als 100 Flugzeuge konnten die Wissenschaftler bei einem ersten Überflug über die Britischen Inseln, Ostasien und Australien mit eingeschaltetem Empfänger orten. "Von einigen haben wir auch mehrere Positionen feststellen können, so dass wir die Flugroute ableiten konnten", schildert Delovski. Am 23. Mai 2013 schließlich ging das Gerät erstmals in Betrieb und empfing innerhalb von zwei Stunden in 820 Kilometern Höhe mehr als 12.000 ADS-B-Signale.

Zwei Mal pro Sekunde senden die Flugzeuge Signale, die unter anderem Angaben zu Position oder Geschwindigkeit enthalten. Auch die Kennung der Flugzeuge, das "Nummernschild", wird übertragen. Jedes moderne Flugzeug hat die Sender bereits an Bord. Doch sobald sie aus den Reichweiten des Bodenradars fliegen, endet die kontinuierliche Flugüberwachung. "Flugzeuge, die zum Beispiel von Europa nach Brasilien fliegen, verschwinden über dem Atlantik vom Radar und werden erst wieder kurz vor Südamerika für die Bodenstation sichtbar", so Delovski.

Glossar
Flugschreiber
Bei der Aufklärung von Flugzeugabstürzen spielen zwei Aufzeichnungsgeräte eine Rolle, die allgemein Black Box, "Schwarzer Kasten", genannt werden.
MH17 vermutlich abgeschossen
Getroffen
Der Absturz eines malaysischen Passagierflugzeugs mit fast 300 Toten über der Ostukraine ist weder auf menschliches noch auf technisches Versagen zurückzuführen.