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Weinlese Video
Statt von Hand wollen Forscher eine Maschine die besten Trauben finden lassen
Sortiermaschine für Spitzenweine
"Grape Sort" findet die optimalen Beeren
Mit der automatischen Sortieranlage "Grape Sort" wollen Karlsruher Forscher die optimalen Beeren für einen guten Wein auslesen.
Mit optischer Erkennung sortiert sie Trauben nach Qualitätsstufen und erspare Weinbauern mühevolle Handarbeit, heißt es in einer Mitteilung der Fraunhofer-Gesellschaft. Die in Bottichen angelieferten Trauben gelangen zunächst über eine Zuführeinrichtung in die Abbeermaschine, die die Früchte von den Stielen ablöst - entrappt - und dann über einen Fördermechanismus auf einem Band vereinzelt. Mit einer Geschwindigkeit von drei Metern pro Sekunde bewegen sich die Trauben auf dem Förderband und passieren auf ihrem Weg das Sortiermodul.

Die Auswertungssoftware steuert Druckluftdüsen an, die Fremdkörper wie Insekten, Rebholz, Steine und Ästchen herauspusten. Auch schlechte, unerwünschte Beeren entfernt die Ausblaseinheit. "So kann man den Wein komponieren wie man ihn haben will", sagt Fraunhofer-Forscher Dr. Kai-Uwe Vieth. Was die Kamera mit "schlecht" bewerten soll, wird zuvor trainiert. Schimmel, Ohrwürmer, Blätter und falscher Reifegrad sind typische Auswurfkriterien. Sortiert wird anhand von Form- und Farbanalysen.

Künftig wollen die Forscher auch den Zuckergehalt der Trauben ermitteln. "Winzer messen diesen mit einem optischen Sichtgerät, dem Refraktometer, bei dem die Zuckermoleküle im Most den Brechungswinkel des einfallenden Lichts beeinflussen und der Wert auf einer Skala abgelesen wird. Je höher der Zuckergehalt, desto stärker wird das Licht gebrochen. Auch mit der Zeilenkamera lässt sich das reflektierte Licht messen", beschreibt Vieth.

Weinaroma
Duftarmut im Tetrapack
Tetrapacks absorbieren den Stoff Methoxypyrazin mehr als Flaschen. Bei Wein mit zu hohem Anteil der Substanz verbessert dies das Aroma.
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