Forscher Video
Laserstrahlen können radioaktives Material anreichern - zu jedem Zweck
Atombombe per Laser
Die Urananreicherung kann missbraucht werden
Die Möglichkeit, Uran per Laser anzureichern, könne missbraucht werden, um Kernwaffen zu produzieren, warnt die Deutsche Physikalische Gesellschaft (DPG).
Das Silex-Verfahren ("Separation of Isotopes by Laser Excitation") sei beispielsweise in den USA schon im fortgeschrittenen Versuchsstadium. Es basiert auf dem bereits bekannten Prinzip der Isotopentrennung. Das Verfahrensoll die Urananreicherung erleichtern und die Kosten für Kernbrennstoffe verringern. Entwickelt wurde es für friedliche Zwecke, etwa um hochreine Materialien wie Halbleiter oder Isotope für medizinische Diagnostik und Therapie effizienter herzustellen. Uran muss auf etwa vier Prozent angereichert werden, damit es als Brennstoff in Atomkraftwerken genutzt werden kann. Bei einem Anreicherungsgrad von mehr als 90 Prozent kann es zum Bau von Atombomben verwendet werden.

DPG-Präsident Wolfgang Sandner warnte: "Sollte das bisher weitgehend geheime US-Verfahren in das Produktionsstadium gehen, müssen strengste Kontroll- und Überwachungsmaßnahmen eine missbräuchliche Verwendung weltweit ausschließen. Die Verbreitung von Kernwaffen muss unter allen Umständen vermieden werden."

Staaten wie der Iran reichern Uran mit Zentrifugen an. Dazu werden große Industrieanlagen benötigt, die sich nur schwer verbergen lassen. Der Westen wirft dem Iran vor, unter dem Deckmantel der zivilen Nutzung der Kernkraft nach Atomwaffen zu streben, was Teheran zurückweist. Anlagen, die mit dem Silex-Verfahren arbeiten, sind viel kleiner und lassen sich daher kaum entdecken.

Glossar
Uran-Anreicherung - Das Sammeln von 235Uran
Uran ist der Ausgangsstoff für die Kernenergie. Bevor es jedoch zur Energieerzeugung eingesetzt werden kann, sind diverse Arbeitsschritte notwendig.
Glossar
Uran
Uran ist ein hochgiftiges Schwermetall. Im Körper können Uran und seine Verbindungen zu schweren Nieren- und Leberschäden sowie zu inneren Blutungen führen.
Zivil genutzt
General Electric will Uran mit Lasern anreichern
Der US-Konzern General Electric (GE) will laut einem Bericht der "New York Times" mit einem neuen Projekt im großen Stil Uran mit Hilfe von Laserstrahlen anreichern. Seit 2009 teste GE die Technik zur Herstellung von Brennmaterial für Atomreaktoren erfolgreich in einer Anlage in Wilmington im US-Bundesstaat North Carolina, berichtete die "NYT" im August 2011. Christopher Monetta, der Chef von Global Laser Enrichment, einer Tochter von GE und dem japanischen Konzern Hitachi, sagte der Zeitung, derzeit würden Pläne für eine Erweiterung des Projekts