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Herkömmliche Bomben sind oft giftig und krebserregend
Diskussion um eine "Öko-Waffe"
Die Bombe soll vor allem eigene Soldaten schützen
Der Chemiker Thomas Klapötke von der Ludwig-Maximilians-Universität in München entwickelt eine "umweltfreundliche Bombe".
Die Waffe soll für die Soldaten sicherer zu handhaben sein und "Kollateralschäden" minimieren. Die Stoffe in derzeit vom Militär genutzten Bomben sind hochgiftig und krebserregend.

"Es wird sehr viel Munition eingesetzt bei der Ausbildung auf Truppenplätzen im eigenen Land", erklärt Klapötke. "Und da möchten wir natürlich nicht, dass durch nicht vollständigen Umsatz des Explosivstoffes fünf Prozent des Sprengstoffes in die Umwelt gelangt." Diese Bombenreste könnten den Boden verseuchen und Soldaten der Bundeswehr gefährden.

Klapötke nutzt für seine Bombe Azide, Verbindungen der Stickstoffwasserstoffsäure. Die genaue chemische Zusammensetzung des Sprengstoffs ist allerdings geheim.

Der Philosoph Stephan Sellmaier sieht eine solche Unterstützung der Rüstungsindustrie durch einen Wissenschaftler kritisch: "Ich muss schon überlegen, für welche Armee und für welchen Staat ich Waffen produziere." Aus dieser Verantwortung könne sich ein Wissenschaftler nicht herausstehlen, auch wenn er sage, dass er eigentlich nur Forschung betreibe.

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